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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Einführung einer Curriculumsreform aus Sicht der Hauptlehrverantwortlichen

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  • corresponding author presenting/speaker Bärbel Schwald - Ludwig-Maximilians-Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik - Innenstadt, München, Deutschland
  • author Matthias Siebeck - Ludwig-Maximilians-Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik - Innenstadt, München, Deutschland
  • author presenting/speaker Antje Salup - Ludwig-Maximilians-Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik - Innenstadt, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma198

DOI: 10.3205/11gma198, URN: urn:nbn:de:0183-11gma1986

Published: September 26, 2011

© 2011 Schwald et al.
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Fragestellung: Ab Sommersemester 2011 werden in Modul 23 an der medizinischen Fakultät der LMU Innere Medizin und operative Fächer organbasiert in acht Blöcken interdisziplinär unterrichtet.

Erwartete Veränderungen dabei sind im Lernverhalten der Studierenden, Vernetzung sowie Kompetenzzuwachs der Lehrenden angesiedelt.

Die Arbeits- und Organisationspsychologie begründet Erfolge von Innovations- und Veränderungsprozessen zudem durch Einflüsse von verantwortlichen Schlüsselpersonen.

Zur Evaluation der Einführung von Modul 23 wurden Hauptlehrverantwortliche vor Semesterbeginn befragt.

Methoden: Per email erfolgte eine qualitative Umfrage mit acht Organblocksprechern sowie vier Querschnittsfachverantwortlichen. Befragte hatten dabei die Möglichkeit frei und anonym zu antworten. Die Datenauswertung erfolgte anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse.

Ergebnisse: 50% der Lehrverantwortlichen antworteten ausführlich und nicht anonym. Alle erwarten einen erheblichen Mehraufwand. Mögliche Komplikationen werden in der Konzentration der Arbeitsbelastung sowie in der Absprache mit anderen Organblöcken gesehen. Alle Befragten erwarten durch Modul 23 ein positiv verändertes Lernverhalten. Weiterbildungsbedarf wird im Bereich Tutorialschulung und MCQ-Formulierung genannt.

Schlussfolgerung: Höhe und Nichtanonymität der Rücklaufquote sprechen für ein vertrauensvolles Arbeitsklima sowie Committment. Ein wesentliches Motiv, die Curriculumsreform mitzutragen ist die Erwartung eines positiven Einflusses auf das Lernverhalten, und damit einer verbesserten Lehre. Damit tragen die Hauptlehrverantwortlichen als Multiplikator einen zentralen Auftrag weiter. Der Weiterbildungsbedarf sollte durch ein gezieltes Angebot zeitnah gestillt werden. Die erwarteten Komplikationen sollten bei übergeordneten Treffen thematisiert werden. Eine zweite Umfrage erfolgt nach Semesterende, um Prozesse und Erfolge aufzuzeigen. Die Datenauswertung liegt bis zur Jahrestagung der GMA 2011 vor.