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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Ein kleiner Statusreport zu Skills Labs in der D-A-CH-Region

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  • corresponding author presenting/speaker Alexander Damanakis - Philipps Universität Marburg, Marburger Interdisziplinäres Skills Lab Maris, Marburg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma133

DOI: 10.3205/11gma133, URN: urn:nbn:de:0183-11gma1336

Published: September 26, 2011

© 2011 Damanakis.
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Fragestellung: Welche Rollen spielen Finanzierung, Integration in die curriculare Lehre und studentische Tutoren bei dem Betrieb eines Skills Labs?

Methoden: Die Daten stammen aus einem Fragebogen, der an alle medizinischen Fakultäten im deutschsprachigen Raum im Rahmen einer Dissertation versandt wurde (Zeitraum von März 2010 bis März 2011). Der Schwerpunkt des Fragebogens liegt auf der Ausbildung von Medizinstudenten, nicht auf der Weiterbildung.

Ergebnisse: 38 von 43 Universitäten haben ein SL. Davon haben 84% (32) den Fragebogen ausgefüllt. Von den 5 medizinischen Fakultäten ohne SL gaben 3 an, ein SL aufzubauen. Finanzierung: Studiengebühren werden teilweise oder ausschließlich in 59% der SL für Finanzierung von Simulatoren, in 47% für laufende Materialkosten und in 53% für Personalkosten verwandt. Jährliche Betriebskosten werden von 5T € bis 3 Millionen € angegeben. Studentische Tutoren (SHK): 94% aller SL verfügen über SHK, deren Anzahl zwischen 5 und 49 liegt. Sie sind am curricularen Unterricht (in 69% der SL), der Mittelzuweisung (in 72% der SL) und der Kurskonzepterstellung beteiligt (bei 37% der SL). Integration in die curriculare Lehre: In 85% finden Kurse der curricularen Lehre statt. Anästhesiologie, Gynäkologie und Kardiologie werden in über 75% der SL unterrichtet.

Schlussfolgerung: Der Betrieb eines SL setzt hohe finanzielle Ressourcen voraus, welche, betrachtet man den Anteil an der SL-Finanzierung, ohne Studiengebühren oft nicht aufzubringen wären. In Anbetracht der Abschaffung der Studiengebühren (NRW, Hamburg, Baden-Württemberg) oder dem Auslaufen der Ersatzmittel (Hessen) sollte die Finanzierung neu überdacht werden. Die SL sind auf SHK angewiesen. Im Rahmen der Qualitätssicherung sollten standardisierte Schulungsmodelle fakultätsübergreifend entwickelt werden. Die hohe Repräsentation von Anästhesie, Gynäkologie und Kardiologie könnte dem verhältnismäßig großen Angebot an Simulatoren geschuldet sein und sollte kritisch hinterfragt werden [1], [2].


Literatur

1.
Segarra LM, Schwedler A, Weih M, Hahn EG, Schmidt A. Der Einsatz von medizinischen Trainingszentren für die Ausbildung zum Arzt in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. GMS Z Med Ausbild. 2008;25(2):Doc80. Zugänglich unter/available from: http://www.egms.de/static/de/journals/zma/2008-25/zma000564.shtml External link
2.
Damanakis A. Ein Statusreport über Skills Labs als Einrichtungen zum Erlernen praktischer und kommunikativer ärztlicher Fertigkeiten im Medizinstudium in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz: (Teure) Modeerscheinung oder Verbesserung der medizinischen Ausbildung? Dissertation im Stadium des Schreibens an der Universität Marburg, Datenerhebung abgeschlossen. Marburg: Universität Marburg.