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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Implementierung eines zertifizierten Qualitätsmanagement-Systems (QMS) in der Lehre einer Universitätsfrauenklinik

Vortrag

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma040

DOI: 10.3205/11gma040, URN: urn:nbn:de:0183-11gma0401

Published: September 26, 2011

© 2011 Frobenius et al.
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Fragestellung: Wie kann in einer Universitätsfrauenklinik ein Qualitäts-Management-System (QMS) für die Lehre implementiert und nach der DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert werden? Welche Vorteile sind von einer derartigen Maßnahme zu erwarten?

Methoden: Der Aufbau des QMS Lehre und die Vorbereitung der Zertifizierung orientierten sich methodisch an dem für die Krankenversorgung bereits etablierten QMS. Inhaltlich stand zunächst die Realisierung zentraler QM-Maßnahmen im Vordergrund (Stärken-/Schwächenanalyse der aktuellen Lehre, Implementierung eines vertikalen Curriculums, Optimierung der Prüfungen, Aufwertung der Lehre zu einer gleichwertigen Dienstaufgabe). Im Vorfeld der ab 2009 angestrebten Zertifizierung wurden dann ein Leitbild und das QM-Handbuch erarbeitet.

Ergebnisse: Als Ergebnisse der QM-Maßnahmen und des Zertifizierungsprozesses werden wichtige Inhalte des QM-Handbuches dargestellt. Dazu gehören das Leitbild, das Organigramm des Funktionsbereiches, der schematische Aufbau des Curriculums und die tabellarische Darstellung der speziellen Qualitätsziele sowie der dazugehörigen Prozesse und des Assessments. Ferner wird gezeigt, wie sich die QM-Maßnahmen auf die studentische Evaluation und das interfakultäre Ranking der Lehre der Frauenklinik ausgewirkt haben.

Schlussfolgerung: Zur Übertragung von Konzepten des QM auf die Hochschullehre in der Medizin existieren bisher nur wenige Publikationen. Mit dem beschriebenen Projekt konnte gezeigt werden, dass die Implementierung entsprechender Maßnahmen auch für kleinere Einheiten (Lehrstühle) innerhalb einer Fakultät möglich und sinnvoll sein kann. Ob die Zertifizierung, die sicherlich nicht unerheblich zum Erfolg beiträgt, unbedingt entsprechend der internationalen Normenreihe DIN EN ISO 9001:2008 erfolgen sollte, kann diskutiert werden. Wünschenswert erscheint auf jeden Fall die Einbeziehung von Experten für die Lehre [1], [2], [3], [4].


Literatur

1.
Binner HF. Qualitätsmanagement-Zertifizierung im Hochschulbereich. In: Kamiske GF (Hrsg). Digitale Fachbibliothek Qualitätsmanagement. Sektion 05.01.,1-28. USB-Stick, Düsseldorf: Symposium Publishing; 2009.
2.
Bligh J, Brice J. Further Insights Into the Roles of the Medical Educator: The Importance of Scholarly Management. Acad Med. 2009; 84(8):1161-1165. DOI: 10.1097/ACM.0b013e3181ace633 External link
3.
Frobenius W, Cupisti S, Lux MP, Hildebrandt T, Winkler M, Beckmann MW. Qualitätsmanagement in der Studentenausbildung. Zertifizierung der Lehre in einer Frauenklinik nach DIN EN ISO 9001:2008. Geburtsh Frauenheilk 2011;71 (im Druck).
4.
Tiebel M, Dieter P, Reichmann H. Das Qualitätsmanagementsystem für die Lehre an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden. GMS Z Med Ausbild. 2006;23(4):Doc63. Zugänglich unter: http://www.egms.de/static/de/journals/zma/2006-23/zma000282.shtml External link