gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Abschreiben erlaubt – die Genese des österreichischen Lernzielkatalogs für ärztliche Fertigkeiten und dessen geplante Operationalisierung

Vortrag

Search Medline for

  • corresponding author presenting/speaker Michael Schmidts - Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • H. Toplak - Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • K Pierer - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma014

DOI: 10.3205/11gma014, URN: urn:nbn:de:0183-11gma0142

Published: September 26, 2011

© 2011 Schmidts et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Fragestellung: Die Medizinischen Universitäten sind in der Gestaltung des Curriculums und der Outcomedefinition ihres Studienganges Humanmedizin autonom (Universitätsgesetz 2002). Die Praxis (Mobilitätsförderung, Ärztegesetz 2009) zeigt aber, dass es sinnvoll ist sich dennoch abzustimmen. Aus diesem Grund starteten die Med Unis mit der Definition eines Mindestanforderungskatalogs für ärztliche Fertigkeiten, der als verbindliche Grundlage für Lehre und Outcome in verschiedenen Ausbildungsstufen dienen soll.

Methoden: Es wurde eine interuniversitäre Arbeitsgruppe aus nominierten KlinikerInnen, CurriculumsplanerInnen und DidaktikexpertInnen gegründet. Diese einigte sich, als Pilot mit allgemeinen ärztlichen Fertigkeiten zu beginnen. Als Benchmark wurde die Liste „general skills“ des Schweizer Lernzielkatalogs verwendet.

Als vergleichbare Ausbildungslevel wurden die Pflichtfamulatur, das klinisch praktische Jahr und die Approbation festgesetzt. Das weitere Procedere umfasste eine schriftliche Befragung der Fachverantwortlichen der Medizinischen Universitäten und in einer zweiten Runde die Befragung der Lehrkrankenhäuser und diverser Lehrpraxen. In einer Endabstimmung wurden die Ergänzungen eingebaut und die Level Zuordnungen fixiert.

Ergebnisse: Mit Mai 2011 liegt ein approbierter Katalog mit 169 Lernzielen der „österreichische Kompetenzlevelkatalog für ärztliche Fertigkeiten“ vor. Jede Fertigkeit ist einem Level zugeordnet und die Studierenden sollen diese bei Erreichung des Levels unter Supervision demonstriert haben.

Schlussfolgerung: Erstmals ist es gelungen, österreichweit einen Konsens zu medizinischen Lernzielen zu finden und damit eine Vergleichbarkeit der Curricula zu ermöglichen. Durch die Festlegung eines benchmark konnte sehr effizient gearbeitet werden. Alle vier Universitäten, wollen ihre Curricula dahingehend abstimmen und damit eine Homogenisierung in der praktischen Ausbildung erreichen. Die positiven Erfahrungen können für die Erstellung eines Gesamtkatalogs genutzt werden.