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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Überprüfung der Güte von drei Bewertungsverfahren mit unterschiedlichen Standardisierungsgraden zur Messung klinisch-praktischer Kompetenzen in der Inneren Medizin

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Thea Rau - Universität Ulm, Medizinische Fakultät, Studiendekanat, Ulm, Deutschland
  • Mark Hänle - Universitätsklinikum Ulm, Innere Medizin I, Ulm, Detuschland
  • Armin Imhof - Universitätsklinikum Ulm, Innere Medizin II, Ulm, Deutschland
  • Marc Ringhoffer - Städtisches Klinikum Karlsruhe, Medizinische Klinik III, Karlsruhe, Deutschland
  • Mathias Schmid - Universitätsklinikum Ulm, Innere Medizin III, Ulm, Deutschland
  • Mathias Kochs - Universitätsklinikum Ulm, Innere Medizin II, Ulm, Deutschland
  • Wolfgang Kratzer - Universitätsklinikum Ulm, Innere Medizin I, Ulm, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma153

DOI: 10.3205/10gma153, URN: urn:nbn:de:0183-10gma1538

Published: August 5, 2010

© 2010 Rau et al.
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Text

Zielsetzung: In der Inneren Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm hat sich zur Überprüfung von klinisch-praktischen Fertigkeiten von Studierenden über Jahre die Bewertung während eines 3-wöchigen Blockpraktikums anhand von Beobachtungen des Studierenden im klinischen Alltag durchgesetzt. Diese Prüfungsmethode wurde in ihrer Güte von Studierenden häufig kritisiert. Die Güte der Bewertung sollte mit einem weiteren Prüfungsformat mit zwei verschiedenen Standardisierungsgraden überprüft werden.

Methodik: Eine Gruppe von 26 Studierenden des 8./9. Semesters Humanmedizin wurde zum Ende ihres Blockpraktikums durch einen Stationsarzt oder Oberarzt in den Abteilungen der Inneren Medizin hinsichtlich ihrer klinisch-praktischen Kompetenzen bewertet. Der Bewertung lagen grobe Bewertungskategorien zu Grunde. Die Studierenden wurden ein weiteres Mal mit einer Objective Structured Clinical Examination (OSCE) zu ihren klinisch-praktischen Kompetenzen geprüft. Pro Station bewerteten zwei Prüfer unabhängig voneinander die Leistungen der Studierenden. Die Leistungen wurden anhand einer Checkliste und eines globalen Ratings erfasst. Alle drei Bewertungen wurden miteinander verglichen.

Ergebnisse: Die Interrater-Reliabilität der Prüfung anhand der Checklisten zeigte eine signifikante Übereinstimmung (p<0,05). Der Vergleich der Blocknote mit der Bewertung anhand einer Checkliste in der OSCE zeigte signifikante Unterschiede (p<0,05). Der Vergleich des globalen Ratings mit der Bewertung durch die Checkliste in der OSCE zeigte ebenfalls einen signifikanten Unterschied (p<0,05). Alle Prüfungsformate korrelierten miteinander (p<0,05). Je standardisierter die Leistungsmessung, desto differenzierter fiel das Notenbild aus.

Schlussfolgerung: Alle drei Prüfungsformate erfassen unterschiedliche Dimensionen der Prüfungsleistung. Anhand einer Checkliste ist eine differenzierte Leistungsbewertung möglich. Ein Notenmittelwert von über drei in der OSCE entsprach nicht den Erwartungen der Lehrenden und Studierenden. Damit bestand die Notwendigkeit einer verbesserten Lehre von klinisch-praktischen Kompetenzen in der Inneren Medizin.