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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Zwei neue Säulen der Ausbildung im Praktischen Jahr: SHOWTIME und Refresh

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Georg Womes - TU München, Fakultät für Medizin, Klinikum rechts der Isar, Studiendekanat, München, Deutschland
  • Katrin Offe - TU München, Fakultät für Medizin, Klinikum rechts der Isar, Studiendekanat, München, Deutschland
  • Reinhold Klein - TU München, Fakultät für Medizin, Klinikum rechts der Isar, Studiendekanat, München, Deutschland
  • Mareike McIntyre - TU München, Fakultät für Medizin, Klinikum rechts der Isar, Studiendekanat, München, Deutschland
  • Johannes Ring - TU München, Fakultät für Medizin, Klinikum rechts der Isar, Studiendekanat, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma141

DOI: 10.3205/10gma141, URN: urn:nbn:de:0183-10gma1418

Published: August 5, 2010

© 2010 Womes et al.
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Text

Trotz Verringerung der Gruppengrößen im klinischen Studienabschnitt und vermehrter Einführung von praktischem Kleingruppenunterricht im Rahmen der neuen Approbationsordnung für Ärzte besteht von Seiten der Studierenden auch während des Praktischen Jahres (PJ) Bedarf an zusätzlicher praxisnaher Ausbildung. Um die Ausbildung im PJ diesem Bedarf entsprechend weiter zu optimieren, wurden an der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München zwei innovative interaktive Lehrkonzepte entwickelt, die sowohl das theoretische Wissen als auch die praktischen Fertigkeiten der PJ-Studierenden verbessern sollen:

Für die Verbesserung des theoretischen Wissens wurde das Konzept SHOWTIME (Symptome & highlight orientated worst case scenario thematic interactive monthly exercise) entwickelt. In dieser neuen Säule der PJ-Ausbildung präsentieren erfahrene Dozenten den Studierenden in interaktiven Übungen monatlich Notfälle aus der klinischen Praxis verschiedener Fachrichtungen. Die korrekte Vorgehensweise in diesen Fällen wird mit den Studierenden schrittweise und interaktiv unter Verwendung eines anonymen Voting-Systems erarbeitet und diskutiert. Ziel dieser theoretischen Ausbildung ist es, den PJ-Studierenden anhand exemplarischer Fälle konkretes problemorientiertes Vorgehen im Ernstfall zu demonstrieren.

Um die praktische Ausbildung zu vertiefen, wurde ein Refresh-Tag für Studierende im PJ eingerichtet. Dieser wird zu Beginn eines PJ-Tertials durchgeführt und dient der Vermittlung praktischer Fertigkeiten im letzten Abschnitt des Medizinstudiums. Dabei sollen besonders die praktischen Fertigkeiten vertieft werden, die besonders breite klinische Relevanz haben. Der Refresh-Tag ist eine eintägige Veranstaltung, in der die Studierenden in kleinen Gruppen mehrere Stationen mit praktischen Lehreinheiten durchlaufen. Bei der Entwicklung dieser Stationen wurde darauf geachtet, modernste und interaktive Technologien einzusetzen, um eine hohe Praxisnähe und –relevanz zu erzielen.

Aufgrund der positiven Erfahrungen und Evaluationen wurden beide Veranstaltungen nach einer Pilotphase verbindlich in die PJ-Ausbildung an der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München integriert. Trotz der im Rahmen der neuen Approbationsordnung für Ärzte ohnehin schon erhöhten praktischen Ausbildung im klinischen Studienabschnitt, deutet die große positive Resonanz der beiden hier vorgestellten innovativen Lehrveranstaltungen darauf hin, dass solche Maßnahmen zur praxisnahen Ausbildung weiterhin sinnvoll und notwendig sind.