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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Körperliche Untersuchungstechniken - Was bleibt hängen, was geht verloren?

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Peter Loose - LMU München, Schwerpunkt Medizindidaktik, München, Deutschland
  • Sylvère Störmann - LMU München, Schwerpunkt Medizindidaktik, München, Deutschland
  • Matthias Holzer - LMU München, Schwerpunkt Medizindidaktik, München, Deutschland
  • Mark op den Winkel - LMU München, Medizinische Klinik 2, Klinikum Großhadern, München, Deutschland
  • Matthias Angstwurm - LMU München, Medizinische Klinik Innenstadt, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma140

DOI: 10.3205/10gma140, URN: urn:nbn:de:0183-10gma1408

Published: August 5, 2010

© 2010 Loose et al.
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Text

Fragestellung: Die körperliche Untersuchung gehört zum unverzichtbaren Handwerkszeug eines jeden Arztes. Spätestens zu Beginn des Praktischen Jahres (PJ) sollte eine vollständige und systematische körperliche Untersuchung kein Problem mehr darstellen. Unsere Studie untersucht, wie sich die Qualität der körperlichen Untersuchung im Verlauf des klinischen Studienabschnitts verändert.

Methoden: Die Stichprobe bestand aus 99 PJ-Studierenden der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), die im 2. oder 3. klinischen Semester ein Objective Structured Clinical Examination in Innerer Medizin (OSCE-IM) absolviert haben mussten. Zu Beginn des PJ-Tertials in Innerer Medizin mussten die Studierenden erneut vier Untersuchungsstationen durchlaufen (OSCE-PJ). Eine weitere Station diente der Evaluation. Sowohl die Prüfungsbedingungen als auch der Erwartungshorizont waren gleich. Auf jeder Station erfolgte ein mündliches Feedback. Die Ergebnisse wurden im Anschluss miteinander verglichen. Den Studierenden wurde innerhalb einer Woche das eigene Abschneiden im Vergleich zur Gesamtkohorte mitgeteilt.

Ergebnisse: Es zeigte sich kein Unterschied in der durchschnittlichen Gesamtleistung der Studierenden (OSCE-IM 68,5% ± 12,2% vs. OSCE-PJ 68,8% ± 6,8%). Die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungsstationen unterschieden sich jedoch sehr voneinander. Die Ursache dafür muss noch in weiteren Studien untersucht werden. Bei den PJ-Studierenden fand die Wiederholung der körperlichen Untersuchungstechniken großen Anklang und wurde als gute Möglichkeit der Wiederholung und Selbsteinschätzung gewertet.

Schlussfolgerung: Die Qualität der körperlichen Untersuchung bleibt im Verlauf des klinischen Studienabschnittes unverändert. Die mangelnde Progression der Leistungen unterstreicht die Notwendigkeit der Implementierung von zusätzlichen Unterrichtsangeboten im Praktischen Jahr. Seitens der Studierenden werden solche Angebote als eine sinnvolle Ergänzung gesehen.