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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

PJ-Workshops zum Medizinischen Kinderschutz - Neue Wege praxisorientierten Unterrichts

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  • corresponding author presenting/speaker Dejan Vlajnic - Universitätsklinik Bonn, Kinderkardiologie, Bonn, Deutschland
  • Ingo Franke - Universitätsklinik Bonn, Kinderkardiologie, Bonn, Deutschland
  • Johannes Breuer - Universitätsklinik Bonn, Kinderkardiologie, Bonn, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma137

DOI: 10.3205/10gma137, URN: urn:nbn:de:0183-10gma1374

Published: August 5, 2010

© 2010 Vlajnic et al.
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Fragestellung: Die Reanimation an sich und vor allem im Kindesalter stellt eine besondere Herausforderung an werdende Ärzte dar. Leider mangelt es im Studium an praktisch bezogener Ausbildung speziell für Managment und Umgang mit Kindernotfällen sowie die Wiederbelebung im Kindesalter.

Methodik: Als neue Lehrmethode haben wir im Jahr 2010 PJ-Workshops eingeführt. Diese finden einmal wöchentlich statt und dauern 4 Stunden. Die Workshops werden von ausgewiesenen Experten des jeweiligen Gebietes betreut. Bei der Reanimation im Kindesalter sind es jeweils zwei Instruktoren für Pediatric Advanced Life Support (PALS) sowie Pediatric Basic Life Support (PBLS). Die Studenten melden sich online an, maximal 20 Studenten pro Workshop werden zugelassen. In Skill-Stations werden praktische Fähigkeiten bezüglich Algorithmus, Atemwegsmanagement, Kommunikation, intraossäre Zugangswege und Defibrillation vermittelt. Anschließend müssen realitätsnahe Fälle in Szenarien gelöst werden.

Ergebnisse: Bisher wurden in 2 Kursen 36 Studenten geschult. Kenntnisse über die Wiederbelebung im Kindesalter waren bei beiden Gruppen nahezu nicht vorhanden, die entsprechenden Fragebögen vor Kursbeginn zeigten im Median 45 % richtige Antworten. Am Ende der Kurse zeigten sich im klinischen Assessment deutliche Verbesserungen, 86% der Studenten konnten ihre erlernten Fähigkeiten in den Szenarien anwenden und diese erfolgreich abschließen.

Schlussfolgerung: Intensive und fallbezogene Workshops im PJ führen zu einer deutlichen Verbesserung im Umgang mit lebensbedrohlichen Notfällen im Kindesalter.