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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Hybrid-Modelle zur Verbesserung der Lehre der Herzauskultation

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Hendrik Friederichs - Universität Münster, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Studienhospital, Münster, Deutschland
  • author David Möller - Universität Münster, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Studienhospital, Münster, Deutschland
  • author Jan Carl Becker - Universität Münster, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Münster, Deutschland
  • author Bernhard Marschall - Universität Münster, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Münster, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma124

DOI: 10.3205/10gma124, URN: urn:nbn:de:0183-10gma1241

Published: August 5, 2010

© 2010 Friederichs et al.
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Text

Fragestellung: Seit Generationen von Ärzten ist die Auskultation mit dem Stethoskop eine effektive und kostengünstige Methode, um den Gesundheitsstatus von Patienten einzuschätzen. Dabei wird aber in der Literatur immer wieder ein starker Schwund der auskultatorischen Fähigkeiten des Gesundheitspersonals, insbesondere aber auch der Ärzte, beklagt [1]. Im Rahmen der aktuellen Forschung auf diesem Gebiet lässt sich zumindest konstatieren, dass die absolute Fähigkeit von Ärzten in der Herzauskultation als erstaunlich gering einzuschätzen ist [2].

Des Weiteren ist bekannt, dass die Fähigkeiten in der Herzauskultation in der Weiterbildung nicht weiter zunehmen [3]. Somit kommt den medizinischen Fakultäten in der Ausbildung der Auskultation eine sehr wichtige Rolle zu.

Nichtsdestotrotz gibt es wenige innovative Ansätze in der Lehre der Auskultation. Seit der Einführung von Auskultationspuppen in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts lässt sich einzig eine Verschiebung in der medialen Darbietung der Auskultationsbefunde (Kassette, Schallplatte > digitalen Varianten) feststellen [4].

Nach guten Erfahrungen mit Simulationspatienten in der medizinischen Ausbildung, wurde eine neuer Ansatz in der Lehre der Auskultation erprobt. Dafür wurden Simulationspatienten mit der Hard- und Software von Auskultationspuppen ausgestattet (sog. Hybridisierung) und unter folgender Fragestellung in eine sonst nur mit Auskultationspuppen durchgeführten Lehreinheit integriert.

Führt der Einsatz von Simulationspatienten als Hybrid-Modelle in der Lehre der Herzauskultation zu einer Verbesserung der praktischen Performanz?

Methoden: Im Sommersemester 2010 wird eine randomisierte, kontrollierte Studie an ca. 120 Medizinstudenten der Medizinischen Fakultät Münster durchgeführt. Nach Randomisierung in die beiden Gruppen werden die Studenten entweder an Auskultationsmodellen (Ganzkörperpuppen - Kontrollgruppe) oder an Hybridmodellen (Simulationspatienten - Interventionsgruppe) in der Herzauskultation des 3. Herztones und des funktionellen Systolikums unterrichtet.

Zum Kursabschluss wird in einem OSCE die praktische Performanz der Studierenden im Bereich der Herzauskultation überprüft.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Zur Tagung sollen neben diesem innovativen Lehrmodell die Ergebnisse der Studie präsentiert werden (siehe Abbildung 1 [Abb. 1]).


Literatur

1.
Mangione S, Nieman LZ. Cardiac auscultatory skills of internal medicine and family practice trainees. A comparison of diagnostic proficiency. JAMA. 1997;278(9):717-722.
2.
March SK, Bedynek JL Jr. Chizner MA. Teaching cardiac auscultation: effectiveness of a patient-centered teaching conference on improving cardiac auscultatory skills. Mayo Clin Proc. 2005;80(11):1443-1448. DOI: 10.4065/80.11.1443 External link
3.
Marcus GM, Vessey J, Jordan MV, Huddelston M, McKeown B, Gerber IL, Forster E, Chatterjee K, McCulloch CE, Michaels AD. Relationship between accurate auscultation of a clinically useful third heart sound and level of experience. Arch Intern Med. 2006;166(6):617-622. DOI: 10.1001/archinte.166.6.617 External link
4.
Stern DT, Mangrulkar RS, Gruppen LD, Lang AL, Grum CM, Judge RD. Using a multimedia tool to improve cardiac auscultation knowledge and skills. J Gen Intern Med. 2001;16(11):763-769. DOI: 10.1111/j.1525-1497.2001.10347.x External link