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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

eLearning an der Universitäts-Kinderklinik Bonn

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Bernhard Steinweg - Universität Bonn, Zentrum für Kinderheilkunde, Bonn, Deutschland
  • Joachim Schmitt - St. Marienhospital, Abteiulung für Kinder- und Jugendmedizin, Bonn, Deutschland
  • Alexander Dittmann - Universität Bonn, Zentrum für Kinderheilkunde, Bonn, Deutschland
  • Klaus Weckbecker - Universität Bonn, Fachbereich Allgemeinmedizin, Bonn, Deutschland
  • author Johannes Breuer - Universität Bonn, Zentrum für Kinderheilkunde, Bonn, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma108

DOI: 10.3205/10gma108, URN: urn:nbn:de:0183-10gma1085

Published: August 5, 2010

© 2010 Steinweg et al.
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Text

Einleitung: Seit dem Wintersemester 2009/2010 wird das eLearning an der Universitäts-Kinderklinik Bonn eingesetzt. Ziele dabei sind die Erhöhung der Transparenz des Curriculums sowie die Verbesserung der Zufriedenheit und des Lernerfolges bei den Studierenden.

Methodik: Mit Hilfe der Lehr- und Lernplattform der Universität Bonn (eCampus) sind neben den Kurs- und Vorlesungsplänen die Lehrinhalte, Lernziele und Prüfungsinhalte sowie Kursmaterialien und Vorlesungsskripte jederzeit online abrufbar. Als weiterer Schwerpunkt werden im Rahmen des Blockpraktikums Kinderheilkunde in POL-Seminaren (Problemorientiertes Lernen) so genannte Virtuelle Patienten (VP) bearbeitet. Mit Hilfe dieser VP werden klinische Szenarien des ärztlichen Alltags simuliert und den Studierenden das so genannte „diagnostic clinical reasoning“ vermittelt. Dabei treten die Dozenten der Kinderklinik als Moderatoren auf, die den inhaltlichen und gruppendynamischen Lernprozess begleiten und strukturieren. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die zur Verfügung stehenden Virtuellen Patienten im Rahmen des Selbststudiums von zu Hause aus über eCampus zu bearbeiten und als Prüfungsvorbereitung zu nutzen. Die Evaluation des neuen Konzeptes wurde mit Hilfe von Fragebögen durchgeführt. Anhand einer Likert-Skala wurden die Angaben der Studierenden (n = 70) hinsichtlich der Zustimmung zu bestimmten vorgegebenen Aussagen ausgewertet (1 = stimme überhaupt nicht zu bis 5 = stimme völlig zu).

Ergebnisse: Der Online-Auftritt wurde bezogen auf eine transparentere Darstellung der Lehre von den Studierenden mit 3,6 auf der Likert-Skala bewertet, insgesamt gaben über die Hälfte der Studierenden das Internet als Hauptinformationsquelle für das Curriculum an (61,8%). Das interaktive Lernen anhand der VP wurde als ein wichtiger Faktor für den späteren Lernerfolg gewertet (3,9). Die Studierenden fühlten sich nach den Tutorien besser darauf vorbereitet, bei einem wirklichen Patienten mit dem entsprechenden Beschwerdebild die Diagnose zu sichern und wichtige Differentialdiagnosen auszuschließen (3,9). Das Feedback durch die Tutoren wurde als hilfreich empfunden hinsichtlich der Verbesserung des eigenen differentialdiagnostischen Denkens (4,1). Insgesamt war das Bearbeiten der Virtuellen Patienten eine lohnende Lernerfahrung (4,4).

Schlussfolgerung: Das neue Lehrkonzept an der Universitäts-Kinderklinik Bonn wurde durch Lehrende und Studierende durchweg positiv bewertet und ist mittlerweile fest im Curriculum etabliert. Die Kombination aus transparenter Organisation der Lehre über ein Online-Portal und dem dadurch ermöglichten Bearbeiten der Virtuellen Patienten in der Klinik sowie zu Hause trägt bedeutend zum Lernerfolg der Studierenden bei.