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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Studierendenmobilität in Europa - Ergebnisse des CHarME-Projekts

Vortrag

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  • corresponding author presenting/speaker Thomas Schlabs - Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V., AG Medizinische Ausbildung, Bonn, Deutschland
  • Ulrike Arnold - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
  • Manfred Gross - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma75

DOI: 10.3205/10gma075, URN: urn:nbn:de:0183-10gma0751

Published: August 5, 2010

© 2010 Schlabs et al.
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Fragestellung: Im Rahmen des Projekts "Challenges of Harmonising Medical Education in Europe (CHarME)" haben sich 8 medizinische Fakultäten in Europa zusammengeschlossen um ihre Curricula transparenter und vergleichbarer zu gestalten und schnell auf Entwicklungen des europäischen Arbeitsmarktes im Gesundheitswesen reagieren zu können. Da ein erklärtes Ziel des Bologna-Prozess ist, die Mobilität von Studierenden innerhalb des Europäischen Hochschulraumes zu fördern, legte das CHarME-Projekt hier einen besonderen Schwerpunkt seiner Aktivitäten. Die Zielsetzung war die Definition von Mobilitätsfenstern zwischen den einzelnen Partnern, in denen Studierendenaustausch auf einem hohen Niveau möglich ist.

Methodik: In einem ersten Schritt wurde zwischen den Partnerfakultäten ein Benchmarking-Prozesses durchgeführt, durch welchen insbesondere kontextuelle Daten, Informationen zur Organisation des Curriculums, den Lehrformaten und Aktivitäten der Internationalisierung eines jeden Partners erhoben werden konnten. Als nächster Arbeitsschritt wurde von den studentischen Mitgliedern des Projekts ein Fragebogen entwickelt, der an alle Studierenden der acht Partnerfakultäten adressiert wurde. Der Online-Fragebogen bestand aus 43 Items, welche die Motivation von Studierenden für einen Auslandsaufenthalt als auch mögliche Hürden (Finanzierung, Sprache, Unterschiede im Curriculum) erfassten. Zudem wurden die Studierenden gebeten, den aus ihrer Sicht besten Zeitraum im Curriculum für einen Auslandsaufenthalt anzugeben. Hieran schloss ein "Curriculum Mapping" an, bei dem mittels Einzelinterviews zwischen den Partnern aus den Ergebnissen der vorhergehenden Arbeitsschritte Mobilitätsfenster definiert wurden.

Ergebnisse: Der Benchmarking-Prozess lieferte wertvolle Daten um auf institutioneller als auch nationaler Ebene die besonderen Rahmenbedingungen der jeweiligen Partnerfakultäten einzuordnen. Zudem konnten durch die Projektarbeit Mobilitätsfenster definiert werden aber auch die Curricula der teilnehmenden Fakultäten transparenter dargestellt werden. Beides sind Voraussetzungen für einen reibungslosen Studierendenaustausch. Da die Einschlussphase für den Online-Fragebogen noch bis 31.05.2010 andauert, können erst auf der GMA-Tagung endgültige Ergebnisse präsentiert werden.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse des Projektes sollen dazu dienen, Indikatoren für gute Mobilitätsvoraussetzungen zu identifizieren. Darüber hinaus werden sich die beteiligten Fakultäten (insbesondere im Bereich der Internationalisierung) im Rahmen eines sogenannten Target-Settings zu Änderungen ihrer Studienbedingungen verpflichteten, um die Mobilität der Studierenden zu erleichtern. In einem nächsten Schritt ist die Verwendung der beschriebenen Methodik als Tool für andere medizinische Fakultäten, die Ihren Studierendenaustausch mit ihren Partnerfakultäten neu strukturieren möchten, denkbar.