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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Promotion zum Doktor der Medizin - Wann, worüber und wie wird promoviert?

Vortrag

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  • corresponding author presenting/speaker Marianne Giesler - Universität Freiburg, Kompetenzzentrum Lehrevaluation, Studiendekanat Medizin, Freiburg, Deutschland
  • Martina Kadmon - Universität Heidelberg, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplanationschirurgie, Heidelberg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma17

DOI: 10.3205/10gma017, URN: urn:nbn:de:0183-10gma0170

Published: August 5, 2010

© 2010 Giesler et al.
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Outline

Text

Fragestellung: In der Medizin werden vergleichsweise viele Promotionsarbeiten verfasst, über deren Stellenwert jedoch kontrovers diskutiert wird [1], [2], [3]: Ihr wissenschaftliches Niveau wird häufig als zu niedrig eingestuft. Von daher wird zum einen gefordert, die medizinische Promotion aufzuwerten. Zum anderen wird diskutiert, ob die Promotion nur wissenschaftlich interessierten Studierenden zugänglich gemacht werden sollte, um mit den frei werdenden Ressourcen die Betreuungsqualität zu intensivieren und so zu einer Erhöhung der wissenschaftlichen Qualität der einzelnen Vorhaben beizutragen. Bislang wurden nur wenige Studien zur Promotionspraxis an Medizinischen Fakultäten durchgeführt. Die vorliegende Studie soll dazu beitragen, die Diskussion zur möglichen Neuordnung bzw. Reformierung des Promotionswesens auf eine breitere Basis zu stellen.

Methodik: Es werden Daten aus einer im Wintersemester 2009/10 in Zusammenarbeit mit INCHER-Kassel durchgeführten Absolventenstudie herangezogen. An dieser haben sich jeweils über 50 Prozent der Absolventen des Studienjahrs 2008 aus Freiburg (n=158) und Heidelberg (n=155) beteiligt.

Ergebnisse: Erste Auswertungen zeigen, dass ca. 55 Prozent der Absolventen ein bis eineinhalb Jahre nach Studienabschluss ihre Promotion abgeschlossen haben. Lediglich 5% haben bis dahin noch kein Promotionsvorhaben begonnen. Die meisten Arbeiten wurden mit eigenen experimentell gewonnenen Daten durchgeführt (ca. 48%). In der Rangreihe folgen klinische Arbeiten mit direkter Patientenbeteiligung (ca. 25%), klinische Arbeiten ohne direkte Patientenbeteiligung (ca. 15%), empirische nichtklinische Arbeiten (ca. 7%) und nichtklinische Literaturarbeiten (ca. 1%). Innere Medizin ist das Fach, in dem die meisten Promotionen durchgeführt werden (ca. 18%), während sich in der Allgemeinmedizin die wenigsten Promovenden finden (1%). Weitere Auswertungen sollen u. a. Aufschluss über Promotionsdauer und Betreuungsqualität geben sowie mögliche Unterschiede zwischen den Fakultäten aufzeigen.

Ausblick: Da die Datenerhebung erst im März 2010 endete, konnten bisher nur wenige Analysen durchgeführt werden. Diese geben Aufschluss über den Anteil der promovierten Absolventen und die Art der abgeschlossenen Doktorarbeiten. Weitere Analysen werden u.a. zeigen, wie hoch die Anteile der experimentellen, klinischen und nichtklinischen Arbeiten in den einzelnen Fächern sind, ob die Dauer der Vorhaben in Abhängigkeit von der Art der Promotion variiert und wie die Betreuungsqualität dieser Arbeiten eingeschätzt wird.


Literatur

1.
Siegmund,B, Nau C, Schölmerich J, Thimme R. Karrierewege in der Hochschulmedizin in Deutschland. Dtsch Med. Wochenschr. 2009;134:1587-1590. DOI: 10.1055/s-0029-1233986 External link
2.
Wissenschaftsrat. Empfehlungen zur Doktorandenausbildung. Köln: Wissenschaftsrat; 2002. Drs. 5459/02.
3.
Werner G. Zwischen Publikationsdruck und guter wissenschaftlicher Praxis - Interview mit Prof. Dr. Ulrike Beisiegel zu den neuen Reglungen der DFG. Hamburg: Online-Newsletter der Universität Hamburg; 2010. Zugänglich unter: http://www.uni-hamburg.de/onTEAM/newsletter/pdf/21268908135.pdf External link