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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

08.10. - 10.10.2009, Freiburg

Mannheimer Schulungsmodell für Simulationspatienten: Optimierung von Rollen- und Feedbackqualität

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  • corresponding author Renate Strohmer - Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland
  • author Jens Kaden - Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Freiburg im Breisgau, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmaT5P133

DOI: 10.3205/09gma133, URN: urn:nbn:de:0183-09gma1330

Published: September 2, 2009

© 2009 Strohmer et al.
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Fragestellung: Nach Verabschiedung der aktuellen Approbationsordnung wurde an verschiedenen Universitäten das Erlernen kommunikativer Kompetenzen in die medizinische Ausbildung integriert. Dafür werden immer häufiger Simulationspatienten (SP) eingesetzt.

Inzwischen haben mindestens 16 Universitäten in Deutschland ein eigenes Programm zur Ausbildung von SP aufgebaut. Die inhaltliche Ausrichtung der SP-Programme und die jeweiligen Maßnahmen zur Qualitätssicherung der SP-Schulung sind jedoch sehr heterogen. In diesem Beitrag wird das Mannheimer SP-Schulungsmodell als Grundlage weiterer Diskussionen zur Vereinheitlichung der Ausbildung von SP dargestellt.

Methodik: An der Medizinischen Fakultät Mannheim werden SP mittels eines sechsstufigen strukturierten Schulungsmodells trainiert. Das Schulungsprogramm erstreckt sich über 2-5 Monate und umfasst in chronologischer Reihenfolge: Das spielerische Kennenlernen des Rollenspiels (Stufe 1), die theoretischen Grundlagen von Feedback mit praktischen Übungen (Stufe 2), das erste Rollentraining mit Erstellung eines individuellen Rollenprofils (Stufe 3) sowie ein kombiniertes Rollen- und Feedbacktraining (Stufe 4). Ab diesem Zeitpunkt werden die SP im Unterricht unter Supervision eingesetzt. Zur Optimierung der Feedback-Fähigkeit folgt nach einigen Einsätzen ein Feedback-„Zirkeltraining“ (Stufe 5). Einmal jährlich durchlaufen die SP zusätzlich ein integriertes Feedback- und Rollentraining mit Videoanalyse, kollegialem Coaching und Einsatz von "Standardisierten Studenten" (Mannheimer Kopfstand-Methode, Stufe 6).

Ergebnisse: Bei einer Erhebung im November 2008 bei 17 SP konnten wir eine Qualitätsverbesserung bezüglich Rolle und Feedback der einzelnen SP im Prä-Post-Vergleich feststellen. Die subjektive Einschätzung der SP hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen verbesserte sich deutlich. Bei ca. 70% der SP wurde das Interesse für die komplexe Natur der Kommunikation/Interaktion verstärkt und der Zusammenhalt unter den SP verbessert.

Schlussfolgerungen: Das sechsstufige SP-Schulungsmodell hat sich in der qualitativen Beurteilung als wirkungsvoll und geeignet erwiesen, die kommunikativen und darstellerischen Kompetenzen von SP systematisch zu optimieren. Eine quantitative Evaluation ist vorgesehen, sobald geeignete Instrumente vorliegen.