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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

08.10. - 10.10.2009, Freiburg

Quantifizierung von Lehrleistung in der Lehre – Der Weg aus der Krise ?

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  • corresponding author Robert Brauer - TU München, Klinikum rechts der Isar, Chirurgische Klinik, München, Deutschland
  • author Helmut Friess - TU München, Klinikum rechts der Isar, Chirurgische Klinik, München, Deutschland
  • author Johannes Ring - TU München, Klinikum rechts der Isar, Chirurgische Klinik, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Freiburg im Breisgau, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmaT2P048

DOI: 10.3205/09gma048, URN: urn:nbn:de:0183-09gma0482

Published: September 2, 2009

© 2009 Brauer et al.
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Einleitung: Die Lehre ist eine der wenigen Unikatleistungen einer medizinischen Hochschule. Trotzdem wird die eigentliche Lehrleistung bei der Beurteilung von Hochschuldozenten im Gegensatz zur Kumulation von Impaktpunkten und Einwerbung von Drittmitteln nicht gewürdigt. Unter den äußeren Sachzwängen tritt die Lehre gegenüber dem Verfassen von Publikationen, dem Bedürfnis der Krankenversorgung und dem Schreiben von Anträgen in den Hintergrund. Ein Konzept zur objektiven Beurteilung von Lehrleistungen wird vorgestellt.

Material und Methodik: An der medizinischen Fakultät der TU-München wird jede erbrachte und erfasste Lehrleistung (Vorlesung, Seminar, Praktikum) durch eine online-Evaluation der Studenten mit Schulnoten (1-6) erfaßt. Die Beteiligung der gültigen Bewertungen liegt aufgrund der Verpflichtung zur Evaluation bei über 60%. Neben der Evaluation als ersten Parameter wird die Art der Veranstaltung (Vorlesung, Seminar, Bed-Side-Teaching) mit einem weiteren Faktor gewertet. Die Quantität bzw. der Faktor Fleiß wird als dritter und letzter Faktor eingerechnet. Alle drei unterschiedlich erhobenen Faktoren fließen in eine logarithmische Formel ein, die einen Punktwert ergibt. Diese Lehrpunkte werden mit Impaktpunkten gleichgesetzt.

Ergebnisse: Bei der Auswertung der Evaluationsergebnisse (Schulnoten) und Korrelation mit den Freitextkommentaren, kristallisierte sich heraus, dass insbesondere Vorlesungen mit der Benotung 1-2,0 hervorragend waren. Um diese outstanding performance besser in einem Punktesystem abzubilden wurde folgende logarithmische Formel angewendet, die insbesondere die Noten 1-2,5 besonders hoch bewertet mit einer logarithmischen Aufteilung um den Faktor 10. x = 1/(log7 y+1) 2 x V x n. Wobei X die Punkte pro Veranstaltung, Y die Bewertung durch die Studenten, V die Art der Veranstaltung und n die Anzahl der gehaltenen Stunden beträgt. Bei mehreren Dozenten wurde die Semesterlehrleistung durch diese Formel quantitativ abgebildet und die Maximalpunktzahl einer mutmaßlichen Akkumulation von Impaktpunkten gleichgestellt, die ein begabter Wissenschaftler in dieser Zeit bei ausschließlicher Publikationstätigkeit erreicht hätte.