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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Die klinisch-prothetischen Kurse an der Universitätszahnklinik Halle von 1948 bis 1998

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  • corresponding author Sonia Mansour - MLU Halle-Wittenberg,Univ.-Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik,Sektion Zahnärztliche Propädeutik, Halle (Saale), Deutschland
  • author Karl-Ernst Dette - MLU Halle-Wittenberg,Univ.-Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik,Sektion Zahnärztliche Propädeutik, Halle (Saale), Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma150

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Published: October 23, 2006

© 2006 Mansour et al.
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Das Studium der Zahnmedizin ist traditionell in Deutschland mit einem hohen Anteil praktisch-klinischer Ausbildung verbunden. Nach einer umfangreichen vorklinisch-propädeutischen Ausbildung treten die Studenten im 8. Semester in klinische Kurse ein, in denen bereits alle wesentlichen Elemente der restaurativen Zahnheilkunde geübt werden.

In der vorliegenden Arbeit wird anhand lückenlos archivierter Krankengeschichten ein Profil der klinisch-prothetischen Kurse an der Universitätszahnklinik Halle von 1948 bis 1998 erstellt. Im Vordergrund der Analyse stehen Art und Umfang der Behandlungen. Weiterhin soll beurteilt werden, in wie weit die studentische Ausbildung dem jeweiligen Stand der Wissenschaft und Praxis entsprach.

Die Patienten, die im Studentenkurs behandelt wurden, sind entsprechend des Ausbildungskonzepts gezielt ausgewählt worden. Daher ist das Spektrum der Behandlungsleistungen nicht repräsentativ für die Prothetik der entsprechenden Zeit. Um eine praxisnahe Ausbildung zu gewährleisten, wurden Patienten jeden Alters und jeder Lückengebissklassifikation behandelt.

Von den Studenten wurde mehrheitlich herausnehmbarer Zahnersatz eingegliedert. Dabei ist die Totalprothese im gesamten Zeitraum eine feste Größe. Klammerprothesen wurden durchgehend am häufigsten angefertigt. Das Ney-System wird kurz nach seiner Einführung in die Praxis in den 60er Jahren im Kurs eingesetzt. Kompliziertere Verbindungselemente, wie Teleskope, Wurzelstiftkappen und Geschiebe, bleiben eine Ausnahme.

Festsitzender bleibt hinter herausnehmbarem Zahnersatz quantitativ weit zurück. Die Vollgusskrone wird bereits in den 50er Jahren eingegliedert, woraufhin die Anzahl der Metallbandkronen abfällt. Die Metallkeramik wird erst rund 20 Jahre später eingeführt und löst die Kunststoffverblendkrone ab. Im Studentenkurs fanden die technischen Innovationen dann Anwendung, wenn sie sich in der Praxis weitgehend etabliert hatten.