gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Untersuchung von Lernsteuerungsstrategien Medizinstudierender eines POL-basierten und eines traditionellen Ausbildungskonzepts: eine qualitative Untersuchung

Analysis of medical students` learning strategies in a PBL and a traditional curriculum : a qualitative approach

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  • corresponding author Aenne Meike Böthern - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Modellstudiengang, Hamburg, Deutschland
  • author Monika Bullinger - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Medizinische Psychologie, Hamburg, Deutschland
  • author Olaf Kuhnigk - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Modellstudiengang, Hamburg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma141

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/meetings/gma2006/06gma141.shtml

Published: October 23, 2006

© 2006 Böthern et al.
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Einleitung/Hintergrund: Ein Ausbildungskonzept auf der Grundlage des problemorientierten Lernens (POL) wurde für die ersten sechs Semester des Medizinstudiums in Hamburg parallel zum Regelstudium eingeführt. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts wurde das Lernverhalten der Studierenden als wichtiger Prädiktor für erfolgreiches Studieren erfasst.

Methode: Es wurden je 42 POL-Studierende und gematchte Regelstudierende mittels halb-standardisierter, qualitativer Einzelinterviews befragt, in denen die Studierenden u.a. um eine Beschreibung ihres Lernverhaltens gebeten wurden. Die Codierung der Interviews wurde mittels Inhaltsanalyse durchgeführt. Induktiv wurden Kategorien zu Lernsteuerungsstrategien entwickelt, die abbilden, wonach ein Studierender entscheidet, was, wie und wie viel er lernt.

Die Auswertung berücksichtigt drei Gruppen:

  • POL: Studierende, die nach dem POL-Konzept studiert haben
  • REG+: Regelstudierende, die nach dem POL-Konzept studieren wollten, aber bei einer Losung keinen Platz bekommen haben
  • REG-: Regelstudierende, die nicht nach dem POL-Konzept studieren wollten.

Ergebnisse: Die sich in der Auswertung befindenden Daten werden nach folgenden Gesichtspunkten untersucht und dargestellt:

  • Art und Häufigkeit der Lernsteuerungsstrategien der Studierenden
  • Gruppenunterschiede der Studierenden.

Unterschiede zwischen POL gegenüber REG+ werden als Hinweis auf Veränderungen durch das Studium interpretiert, da es sich bei den POL-Studierenden um eine aus einer Zufallsstichprobe stammende Gruppe handelt, zu denen Regelstudierenden gematcht wurden. Ein Unterschied zwischen REG+ gegenüber REG- wird als Hinweis auf Selektionseffekte durch die Wahl des Studiumskonzepts gewertet.

Diskussion: Bisher wurde die Interaktion von Curriculum und Lernverhalten wenig beachtet. Die Studie stellt einen ersten explorativen Schritt dar, diese Forschungslücke zu schließen.