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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Gesprächsführung in der medizinischen Ausbildung: Eine qualitative Analyse des Lernprozesses

Communication courses in medical education: A qualitative analysis of the learning process

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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma105

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Published: October 23, 2006

© 2006 Glenewinkel.
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Seit dem WS 2003/2004 wird an der Universität Leipzig im Rahmen der neuen Approbationsordnung für Medizinstudierende der Kurs Medizinische Psychologie und Soziologie mit einem veränderten und intensivierten Curriculum zum Thema ärztliche Gesprächsführung angeboten [1]. Dadurch wird der Bedeutung, die Gesprächsführung für die spätere ärztliche Tätigkeit hat, stärker Rechnung getragen und die Studierenden frühzeitig für das Thema sensibilisiert. Dieser Effekt soll zudem durch das Schreiben eines Lerntagebuches verstärkt werden. Seit dem WS 05/06 führen die Studierenden daher wöchentlich ein onlinebasiertes Lerntagebuch. Ziel des Lerntagebuches ist es, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, das Gelernte noch einmal zu reflektieren, dabei Wichtiges und Unwichtiges zu ordnen, sowie mögliche offen gebliebene Fragen zu klären. Da dies kontinuierlich über den gesamten Kurs hinweg geschieht, kann, eine gewisse Motivation beim Ausfüllen vorausgesetzt, am Ende ein Bild des Lernprozesses entstehen, das dem/der Studierenden als Mitschrift, Zusammenfassung, Rückblick etc. dienen kann.

Zusätzlich sollen die Lerntagbücher genutzt werden, um den allgemeinen Umgang mit dem Gesprächsführungskurs näher zu untersuchen. Vertiefend sollen dabei die zwei Themenschwerpunkte, die von den Studierenden selbst in der abschließenden Evaluation des Kurses als besonders wichtig erachtet wurden, "Aktives Zuhören“ und "Überbringen schlechter Nachrichten“ behandelt werden, um Rückschlüsse auf das Lernen von Gesprächsführung nach dem Leipziger Modell ziehen zu können Dabei geht es vor allem um die Fragen, wie Gesprächsführung gelernt wird und was positiv dazu beiträgt.

Es sollen erste Ergebnisse präsentiert werden sowie Rückschlüsse, die sich daraus für das Eingliedern von Gesprächsführungskursen in das, in weiten Teilen naturwissenschaftlich orientierte, Medizinstudium ziehen lassen.


Literatur

1.
Decker O, Rockenbauch K. Das neue Lehrkonzept für medizinische Psychologie und Soziologie an der Universität Leipzig – erste Eindrücke und Evaluation. Z Med Psychol. 2006;15 (1):27-30.