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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Persönlichkeitsprofil und Lernstiltyp bei Zahnmedizinstudenten

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  • corresponding author Petra Scheutzel - Westfälische Wilhelms-Universität Münster, ZMK-Klinik, Münster, Deutschland
  • Katharina Knippschild - Westfälische Wilhelms-Universität Münster, ZMK-Klinik, Münster, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma095

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Published: October 23, 2006

© 2006 Scheutzel et al.
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Hintergrund: Aufgrund der zu erwartenden neuen AppO-Z und den Empfehlungen des Wissenschaftsrates besteht dringender Handlungsbedarf für eine Neustrukturierung bzw. Modernisierung der Lehre im Fach Zahnmedizin, wobei einerseits den Erfordernissen der modernen Zahnmedizin und andererseits den individuellen Bedürfnissen der Studierenden Rechnung getragen werden sollte.

Ziel: Als Grundlage für die Entwicklung effektiver, zielgruppenorientierter didaktischer Konzepte in der Zahnmedizin müssen jedoch zunächst einmal die durch Persönlichkeitsstruktur und vorherrschenden Lernstiltyp vorgegebenen individuellen Bedürfnisse der Studierenden bekannt sein, wozu die vorliegende Untersuchung einen Beitrag liefern will.

Methoden: Mittels eines standardisierten Fragebogens wurde bei 400 Zahnmedizinstudenten des vorklin. und des klin. Studienabschnitts der Universität Münster sowohl der individuelle Lernstil (Lernstilinventar n. Kolb) als auch das individuelle Persönlichkeitsprofil (Myer-Briggs Typ Indikator) bestimmt. Außerdem wurden die Studierenden u.a. nach ihrer Studienmotivation und dem bisherigen Studienverlauf gefragt.

Ergebnisse: Nach Kolb unterscheidet man 4 verschiedene Lernstiltypen, die sich aus der jeweils spez. Kombination, wie Erfahrung gesammelt und verarbeitet wird, ergeben. Die Zahnmedizinstudenten waren mehrheitlich dem "konvergierenden" (34,4%) bzw. dem "assimilierenden" Lerntyp (28,7%) zuzuordnen. Bei beiden Lerntypen ist insbesondere die Fähigkeit zur analytischen Konzeptionalisierung besonders stark ausgeprägt, wodurch sie von stark strukturierten, eher unpersönlichen Lernsituationen, in denen Theorie und systematische Analysen vorherrschen, eher profitieren als von unstrukturierten "entdeckenden" Lernmethoden, die eher gefühlsbetont bzw. personenorientiert sind. Was die Erfahrungsverarbeitung betrifft, werden aktive Lernsituationen, d.h. "aktives Experimentieren" (Selbsttätigkeit, Kleingruppendiskussion etc.) passiven Lernsituationen, d.h. "reflektierendem Beobachten" (wie z.B. der Lektüre von Lehrbüchern) vorgezogen. Diese Ergebnisse werden durch die Resultate des Persönlichkeitstests bestätigt. Hiernach ist die Mehrzahl (über 60%) der Studierenden in ihrer Interaktion mit der Außenwelt eher als "extrovertiert" einzustufen und beurteilt Situationen eher "analytisch" als "gefühlsmäßig". Bezüglich der Urteilsfindung sind über 80% der Studierenden als sog. "Judger" einzustufen, die einen straff durchorganisierten Ablauf und klare Regeln sowie schnelle Entscheidungen bevorzugen.

Schlussfolgerung: Die vorliegenden Ergebnisse können genutzt werden, um das didaktische Konzept zahnmedizinischer Lehrveranstaltungen besser auf die individuellen Bedürfnisse, d.h. den Lernstil und die Persönlichkeitsstruktur der Studierenden zuzuschneiden und somit die Zufriedenheit und den Lernerfolg zu steigern.