gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Fähnchenprüfungen im Präparierkurs in einer Massenuniversität

Tag tests in the dissection course in a big university

Vortrag

  • corresponding author Reinhard Putz - Anatomische Anstalt München, München, Deutschland
  • Christopher Adamcyzk - Anatomische Anstalt München, München, Deutschland
  • Andreas Eimannsberger - Anatomische Anstalt München, München, Deutschland
  • Magdalena Müller-Gerbl - Anatomische Anstalt München, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma044

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/meetings/gma2006/06gma044.shtml

Published: October 23, 2006

© 2006 Putz et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Nach dem neuen medizinischen Curriculum der LMU München (MeCuM) haben die Studierenden (n=800; Jahreszulassung) bereits im 1. Semester (Wintersemester) nach einer Vorprüfung über Osteologie den topographischen Kurs der Anatomie (Präparierkurs) zu absolvieren. In diesem Kurs sind fünf Zwischenprüfungen (Testate) vorgesehen, für die als Prüfungszeitraum jeweils ein einziger Kurstag zur Verfügung steht. Da sich mündliche Prüfungen am Präparat angesichts einer zu geringen Zahl von Prüfern und einer nicht akzeptablen Heterogenität als nicht mehr tragbar erwiesen haben, wurden - nach Testprüfungen im letzten Jahr - im WS 05/06 erstmals durchgehend "Fähnchenprüfungen" am Präparat eingerichtet.

Die Prüfungen wurden in 7 - 9 parallelen Parcours durchgeführt und dauerten für jeden Studierenden 22 Minuten. Die jeweils 20 Stationen bestanden zum Großteil aus Präparaten, an denen einzelne Strukturen durch Fähnchen markiert waren. Zu jedem Thema wurde eine Erkennungs- und eine Verständnisfrage gestellt, die in schriftlicher Form in Klartext (möglichst N.A.) zu beantworten waren. Die Gesamtdauer der Prüfung betrug ca. 2,5 Stunden. In Zusammenwirken des gesamten Lehrpersonals (Professoren, Mitarbeiter, Co-Assistenten) erfolgte die Korrektur an Hand von Musterantworten innerhalb von weiteren etwa 3 Stunden. Die Ergebnisse (Punktezahl) wurden am späten Nachmittag des Prüfungstages, also ca. 10 Stunden nach Beginn der Prüfung ins Netz gestellt.

Die Evaluation (n=442) ergab, dass diese Prüfungsform von den Studierenden als ihrer Prüfungserwartung angemessen und fair empfunden wurde. Von Seiten des Lehrkörpers wurde vor allem die Breite des geprüften Themenkanons und die Objektivierung der Prüfungen als positiv angesehen. Ein gewisser Nachteil für den Lehrkörper ist der erhöhte Zeitaufwand, der aber durch die Stressreduktion wettgemacht wird.