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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Unterscheiden sich die Ergebnisse unterschiedlicher Prüfungsformate grundlagenwissenschaftlicher Inhalte hinsichtlich ihrer prädiktiven Validität für den Erfolg im weiteren Medizinstudium?

Vortrag

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  • corresponding author Bert Huenges - Ruhr-Universität Bochum, Büro für Studienreform, Bochum, Deutschland
  • author Thorsten Schäfer - Ruhr-Universität Bochum, Büro für Studienreform, Bochum, Deutschland
  • author Herbert Rusche - Ruhr-Universität Bochum, Büro für Studienreform, Bochum, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma006

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Published: October 23, 2006

© 2006 Huenges et al.
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Prüfungen haben eine Ausbildungs- und eine Selektionsfunktion.

Die Überlegenheit von Freitextfragen oder praktischen Aufgaben hinsichtlich ihrer Ausbildungsfunktion ist bekannt, allerdings werden diese selten realisiert.

Im Rahmen einer Kohortenstudie soll untersucht werden, ob sich Prüfungsaufgaben unterschiedlichen Formates hinsichtlich der Selektion von kompetenten Studierenden für den weiteren Studienerfolg unterscheiden.

Hierzu werden Prüfungsergebnisse der ersten Kohorte im Modellstudiengang Medizin der Ruhr-Universität Bochum aus den ersten 5 Semestern, die durch unterschiedliche Prüfungsformate (fallbasierte MCQ, SAQ, Essay, praktisch und mündlich) ermittelt wurden, hinsichtlich Schwierigkeit, Praktikabilität, Objektivität und Reliabilität beschrieben und mit Erfolgsparametern für das klinische Studium korreliert. Die untersuchten Prüfungen zählen als Äquivalent für den ersten Abschnitt des Staatsexamens (M1).

Erste Ergebnisse der 33 von 42 Studierenden (78,5%), die bislang alle gleichwertigen Prüfungen in Mindeststudienzeit erfolgreich absolviert haben zeigen eine gute interne Reliabilität (Cronbach Alpha jeweils > 0,8) der eingesetzten Testverfahren MCQ (n= 42), SAQ (n= 98), Essay (n= 30), mündlich (n = 22) und praktisch (n= 29).

Der Erfolg im klinischen Studium wird durch gleichwertige Prüfungen nach §27, semesterweise stattfindenden Progress Tests und einer wiederholten Beurteilung der Performanz von Studierenden am Krankenbett durch betreuende Lehrärzte ermittelt.

Die Ergebnisse aus dem klinischen Studienabschnitt werden erst Ende des laufenden Sommersemesters vorliegen und werden im Vortrag vorgestellt.

Der Vergleich mit den bisher vorliegenden Progress- Test Ergebnissen zeigt, das die Bewertung von mündlichen, Kurzantwort- und Essay Fragen tendenziell höher mit den Ergebnissen der Progress Tests korrelieren als Ergebnisse von Multiple Choice und praktischen Aufgaben.

Die vorgestellte Studie ist als Masterthese für den ersten Jahrgang des MME-D konzipiert.