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G-I-N Conference 2012

Guidelines International Network

22.08 - 25.08.2012, Berlin

Erfahrungen der interdisziplinären Leitlinienentwicklung für die Behandlung psychischer Erkrankungen

Meeting Abstract

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  • R. Richter - Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)

Guidelines International Network. G-I-N Conference 2012. Berlin, 22.-25.08.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocGLS08

DOI: 10.3205/12gin318, URN: urn:nbn:de:0183-12gin3183

Published: July 10, 2012

© 2012 Richter.
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Laut Definition zeichnet sich eine S3-Leitlinie u. a. dadurch aus, dass die Leitliniengruppe repräsentativ für den Adressatenkreis ist und die entsprechend zu beteiligenden Fachgesellschaften und/oder Organisationen in die Leitlinienentwicklung frühzeitig eingebunden werden.

An der S3-Leitlinienentwicklung im Bereich psychischer Erkrankungen lassen sich die Chancen und Schwierigkeiten exemplarisch besonders gut demonstrieren. Im Vergleich zu den meisten somatischen Erkrankungen zeichnen sich die zu beteiligenden Gruppierungen durch eine deutlich größere Anzahl und Heterogenität aus, die es zu berücksichtigen gilt, um dem methodischen Anspruch an die Repräsentativität der Leitlinienentwicklergruppe gerecht zu werden.

Bedeutsam erscheint hierbei für Deutschland die Unterscheidung von zwei verschiedenen Rahmenprogrammen der Leitlinienentwicklung: Das Leitlinienprogramm der Nationalen VersorgungsLeitlinien (NVL), welches vom ÄZQ organisiert wird, und die Leitlinienentwicklungen einzelner medizinischer Fachgesellschaften unter Koordination der AWMF.

Während das NVL-Programm auch aufgrund seiner Versorgungsorientierung bei den bisherigen Leitlinienentwicklungen durch eine frühzeitig Einbindung vieler, an der Versorgung beteiligter Berufsgruppen und deren Organisationen gekennzeichnet ist, variiert die geforderte Repräsentativität bei den S3-Leitlinen je nach federführender Fachgesellschaft und Leitlinienthema erheblich. Auswahl, Zeitpunkt und Umfang der Einbindung anderer Berufs- und Facharztgruppen bei den Leitlinienentwicklungen unter dem Dach der AWMF begründen zuweilen Zweifel an deren Einordnung als S3-Leitlinien. Gerade auch im Vergleich zu internationalen Leitlinienprogrammen besteht hier Nachbesserungsbedarf