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Forum Medizin 21, 45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Zusammenarbeit mit der Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin

22.09. - 24.09.2011, Salzburg, Österreich

Interkulturelle Medizin: Erwartungen und Erfahrungen chronisch kranker Patienten beim Hausarzt. Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Patienten mit und ohne Migrationshintergrund

Meeting Abstract

  • corresponding author presenting/speaker Viktoria Bachmann - Philipps-Universität Marburg, Abteilung für Allgemeinmedizin, Marburg, Deutschland
  • author Michael Völkner - Philipps-Universität Marburg, Abteilung für Allgemeinmedizin, Marburg, Deutschland
  • author Stefan Bösner - Philipps-Universität Marburg, Abteilung für Allgemeinmedizin, Marburg, Deutschland
  • author Erika Baum - Philipps-Universität Marburg, Abteilung für Allgemeinmedizin, Marburg, Deutschland
  • author Norbert Donner-Banzhoff - Philipps-Universität Marburg, Abteilung für Allgemeinmedizin, Marburg, Deutschland

45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Forum Medizin 21. Salzburg, 22.-24.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11fom064

DOI: 10.3205/11fom064, URN: urn:nbn:de:0183-11fom0640

Published: September 14, 2011

© 2011 Bachmann et al.
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Hintergrund: Im Rahmen der Studie „Chronisch kranke Patienten mit russisch-sprachigem Migrationshintergrund beim Hausarzt“ wurden Migranten aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion über ihre Erfahrungen und Erwartungen beim Hausarzt interviewt. Die Interviewpartner berichteten über vielfältige von ihnen in der Interaktion mit dem Hausarzt erlebten Schwierigkeiten sowie ihren Umgang mit diesen. Viele formulierten ihre Erwartungen an bzw. Vorstellungen über einen „idealen“ Hausarzt. Wir gingen der Frage nach, inwiefern sich die gemachten Erfahrungen und Erwartungen von Patienten mit Migrationshintergrund von denen von einheimischen Patienten unterscheiden.

Material und Methoden: Als Ergänzung zu den Interviews mit Patienten mit russisch-sprachigem Migrationshintergrund sowie zu den Ärzte-Interviews, wurden chronisch kranke Patienten ohne Migrationshintergrund über ihre Erwartungen und Erfahrungen bei Hausarzt interviewt. Um den Vergleich zu ermöglichen, wurde der gleiche Interviewleitfaden verwendet wie bei den Migranten, allerdings gekürzt um die Migrationsgeschichte sowie Erfahrungen im Herkunftsland. Es wurde ein Vergleich mit den Interviews von Patienten mit russisch-sprachigem Migrationshintergrund, die von einheimischen Ärzten behandelt werden, unternommen. Interviews von Patienten, deren Ärzte selbst russisch-sprachigen Migrationshintergrund haben, wurden von der Auswertung ausgenommen. Die Interviews wurden transkribiert, mit MAXQDA® codiert und analysiert.

Ergebnisse: Es fanden 24 Patienten-Interviews statt. Diese sowie 28 Migranten-Interviews wurden nach dem gleichen Code-Baum mit Hilfe von MAXQDA® codiert und inhaltlich analysiert. Nach den ersten Analysen unterscheiden sich die beiden Patienten-Gruppen bezüglich der Anzahl der erlebten Schwierigkeiten im Kontakt mit dem Hausarzt, ihrer Zufriedenheit mit der Behandlung und Interaktion sowie der Hausarzttreue. Die Daten befinden sich aktuell in der Auswertung. Abschließende Ergebnisse sollen auf dem Kongress präsentiert werden.