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Komplexe Interventionen – Entwicklung durch Austausch: 13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.

15.03. - 17.03.2012, Hamburg

Kritische Gesundheitsbildung (critical health literacy) für Lehrerinnen und Lehrer

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Anke Steckelberg - Universität Hamburg MIN Fakultät Gesundheitswissenschaften, Hamburg, Deutschland

Komplexe Interventionen – Entwicklung durch Austausch. 13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Hamburg, 15.-17.03.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12ebm123

DOI: 10.3205/12ebm123, URN: urn:nbn:de:0183-12ebm1235

Published: March 5, 2012

© 2012 Steckelberg.
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Zielsetzung: Der Kurs zielt auf den Erwerb einer kritischen Gesundheitsbildung (critical health literacy) und möchte Lehrerinnen und Lehrer unterschiedlicher Schulformen ansprechen (Berufsschulen, Pflegeschulen, Allgemeinbildende Schulen).

Der Begriff critical health literacy meint die Fähigkeit, sich eigenständig Gesundheitswissen anzueignen, sowie Gesundheitsinformationen zu verstehen, kompetent zu beurteilen und zu nutzen. Dieser Begriff umfasst auch die Reflexion des vorhandenen, eigenen Wissenschaftsverständnisses. Dazu gehören, die Grenzen pflegewissenschaftlicher, gesundheitswissenschaftlicher und medizinischer Forschung kritisch zu betrachten und Gesundheitsinformationen zu hinterfragen.

Relevanz: Der Erwerb einer kritischen Gesundheitsbildung ist in der Ausbildung derzeit nur vereinzelt enthalten. Demzufolge ist das Wissenschaftsverständnis der Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland im internationalen Vergleich wenig ausgeprägt. Sowohl international als auch bei uns in Deutschland wird seit einiger Zeit gefordert, diese Kompetenz in die Curricula der Schulen zu integrieren, um den Schülern langfristig zu ermöglichen, an den Entscheidungsprozessen, die ihre individuelle Gesundheit und Krankheit betreffen , zu partizipieren und informierte Entscheidungen treffen zu können.

Methoden: Der Workshop soll 2 mal 90 Minuten umfassen. (Donnerstagabend 17.00 bis 20.00 Uhr).

Der Workshop beginnt mit einem Initialvortrag 1 (ca. 10–15Minuten). Zunächst werden Trugschlüsse in der Medizin vorgestellt. Anschließend werden exemplarisch an ausgewählten Themen unterschiedliche Wege des Erkenntnisgewinns in der Wissenschaft bearbeitet und die Bedeutung für medizinische Laien herausgearbeitet. Es erfolgt eine kurze Einführung in die Recherche valider Quellen.

Am Ende werden die Kernaussagen des Workshops als „Take-home-messages“ zusammengefasst (ca. 30 Minuten).

Ggf. Kosten: Keine