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Komplexe Interventionen – Entwicklung durch Austausch: 13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.

15.03. - 17.03.2012, Hamburg

Kosten und Verweildauer nach der Implantation einer Hüfttotalendoprothese – Ein Vergleich zwischen minimalinvasiven und konventionellen Verfahren

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Julia Röttger - Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Abteilung Versorgungsforschung, Bremen, Deutschland

Komplexe Interventionen – Entwicklung durch Austausch. 13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Hamburg, 15.-17.03.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12ebm068

DOI: 10.3205/12ebm068, URN: urn:nbn:de:0183-12ebm0688

Published: March 5, 2012

© 2012 Röttger.
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Hintergrund: Bei der Implantation einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP) werden zunehmend minimalinvasive Zugangswege genutzt. Bisher gibt es jedoch nur wenige Studien, die die ökonomischen Vorteile minimalinvasiver Hüft-TEP Implantationen untersuchen. In dem vorliegendem Beitrag wird anhand von Routinedaten der Einfluss minimalinvasiver Verfahren im Vergleich zu konventionellen Verfahren bei der Implantation einer Hüft-TEP auf Kosten und Verweildauer im stationären Sektor analysiert.

Material/Methode: Die Analysen wurden anhand der Leistungs- und Kostendaten von drei Krankenhäusern aus den Jahren 2008 und 2009 vorgenommen. Es wurde eine über Propensity Scores gematchte Stichprobe generiert, um mögliche Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen auszugleichen. Der Einfluss der Behandlungsmethode wurde über Gruppenvergleiche, durch den gepaarten t-Test und den Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test, sowie Regressionsanalysen untersucht.

Ergebnisse: Es konnten 2.886 Fälle mit einer Hüft-TEP Implantation identifiziert werden. Das Matching führte zu einer Stichprobe von 812 gematchten Paaren. Der Vergleich der Behandlungsgruppen zeigt eine signifikant kürzere Verweildauer der minimalinvasiv behandelten Patienten (minimalinvasiv: 10,90 Tage, konventionell: 11,49 Tage, p<0,01), jedoch keinen Unterschied bei den Gesamtkosten (minimalinvasiv: 5.986 €, konventionell: 6.017 €, p=0,67). Unterschiede bestehen hingegen bei der Kostenallokation: Minimalinvasiv behandelte Fälle haben signifikant niedrigere Personal- und Infrastrukturkosten, jedoch höhere Implantatskosten (minimalinvasiv: 1.514 €, konventionell: 1.375 €, p <0,01).

Fazit: Minimalinvasive Eingriffe sind, im Vergleich zu konventionellen Verfahren, mit einer kürzeren Verweildauer assoziiert. Die Gesamtkosten unterscheiden sich hingegen nicht. Dies kann auf die höheren Implantatskosten minimalinvasiv behandelter Patienten zurückgeführt werden.