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EbM – ein Gewinn für die Arzt-Patient-Beziehung?
Forum Medizin 21
11. EbM-Jahrestagung

Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.

25.02. - 27.02.2010, Salzburg, Österreich

EbM für Gesundheitssystementscheidungen in Österreich

Meeting Abstract

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  • corresponding author Claudia Wild - Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment, Wien, Österreich

EbM – ein Gewinn für die Arzt-Patient-Beziehung?. Forum Medizin 21 der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität & 11. EbM-Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Salzburg, 25.-27.02.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10ebm005

DOI: 10.3205/10ebm005, URN: urn:nbn:de:0183-10ebm0050

Published: February 22, 2010

© 2010 Wild.
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Hintergrund: Österreich gilt als Nachzügler bei der systematischen Verwendung von EbM und HTA in gesundheitspolitischen Entscheidungen. Die vom BMG lancierte „HTA-Strategie für Österreich“ – die in der GÖG im Stadium erster Umsetzung ist – sieht eine systemische Verankerung vor, sodass in Zukunft viele Gesundheitssystementscheidungen ohne EbM/HTA nicht möglich sein sollen.

Methode: System- und Politikfeldanalyse zur aktuellen und potentiellen Verwendung von EbM/HTA für Gesundheitssystementscheidungen.

Ergebnis: EbM/HTA wird seit 15 Jahren von einzelnen „early Innovators“ (einzelnen Kosten-Entscheidungsträgern) eingesetzt. Die Anwendungsgebiete sind im „Controlling“, in der Leistungsrefundierung und -planung, Qualitätssicherung, zunehmends auch bei Ausschreibungen/ Beschaffung von Arzneimitteln und Implantaten. Das Heranziehen von EbM/HTA erfolgt aber unsystematisch und auf freiwlliger Basis. Geldmittel/ Ressourcen sind dafür selten noch selten abgestellt.

Schlussfolgerung: Eine (bevorstehende) systemische Verankerung wird EbM/HTA auch in Österreich zumindest bei der Leistungsrefundierung verpflichtend machen. Damit einhergehend wird die Nachfrage nach EbM/ HTA – wie in anderen Ländern zu beobachten – steigen.