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Evidenz und Entscheidung: System unter Druck
10. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.

05.03. - 07.03.2009 in Berlin

Das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Markus Follmann - Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Berlin, Deutschland
  • author Ina Kopp - Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., Düsseldorf, Deutschland
  • author Franz Kohlhuber - Deutsche Krebshilfe e.V., Bonn, Deutschalnd

Evidenz und Entscheidung: System unter Druck. 10. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Berlin, 05.-07.03.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09ebmP8.2

DOI: 10.3205/09ebm086, URN: urn:nbn:de:0183-09ebm0865

Published: March 4, 2009

© 2009 Follmann et al.
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Hintergrund

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und die Deutsche Krebshilfe e.V. (DKH) haben sich das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung, Fortschreibung und den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie systematisch zu fördern.

Methoden

AWMF, DKG und DKH vereinbarten im Januar 2008 den Start des gemeinsamen Leitlinienprogramms Onkologie (OL). Das Programm basiert auf den medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachgesellschaften und der DKG, dem Konsens der medizinischen Fachexperten, Anwender und Patienten sowie auf dem Regelwerk für die Leitlinienerstellung der AWMF und der fachlichen Unterstützung und Finanzierung durch die DKH. Die Themenpriorisierung obliegt einem Lenkungsausschuss (LA) mit je zwei Vertretern pro Partner. Neben der Förderung beantragter Projekte sind auch Ausschreibungen für die Bearbeitung relevanter Themen möglich. Das Programm bietet Antragstellern Beratung in methodischen Fragen, eine unabhängige Finanzierung sowie aktive Unterstützung an. Zusätzlich wird die Erstellung von Patientenleitlinien in Anlehnung an aktuelle Leitlinien unterstützt. Zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle ist das OL-Büro in Berlin.

Ergebnisse

Zwischen Januar und Oktober 2008 wurden 10 Leitlinienprojekte beantragt, von denen bis jetzt fünf gefördert werden. Mustervorlagen und Standards für das Antrags-, Beratungs- und Entscheidungsverfahren wurden erarbeitet.

Schlussfolgerung/Implikation

Das gemeinsam eingerichtete Leitlinienprogramm Onkologie bietet gute Perspektiven für eine bedarfsgerechte, finanziell unabhängige sowie qualitativ hochwertige Erstellung onkologischer Leitlinien in Deutschland. Durch die Themenpriorisierung, Bündelung von Expertise und gemeinsames Agieren relevanter Akteure soll neben der Erstellung auch die Implementierung unterstützt und die Leitlinienlandschaft besser strukturiert werden.