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22nd International Congress of German Ophthalmic Surgeons

18. to 21.06.2009, Nürnberg

Effekte des skleralen Cross Linking im Kaninchen (K)

Meeting Abstract

  • Hans Peter Iseli - IROC, Zürich, Schweiz
  • Qing Liu - Universitätsklinikum Leipzig, Paul Flechsig Institut, Leipzig
  • Peter Wiedemann - Universitätsklinikum Leipzig, Augenklinik, Leipzig
  • Michael Mrochen - IROC, Zürich, Schweiz
  • Theo Seiler - IROC, Zürich, Schweiz

22. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen. Nürnberg, 18.-21.06.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09docWK 5.2

DOI: 10.3205/09doc143, URN: urn:nbn:de:0183-09doc1434

Published: July 9, 2009

© 2009 Iseli et al.
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Zielsetzung: In myopen Augen wurde eine verminderte regionale Steifigkeit der Sklera nachgewiesen. Als Behandlungsansatz für myope Augen könnte eine regionale Versteifung der Sklera die Myopisierung des Auges vermindern oder verhindern. In der vorgestellten Arbeit wird die Frage der retinalen Schäden und der Effektivität der Behandlung erörtert.

Methode: An adulten pigmentierten und nicht pigmentierten Kaninchen wurde eine sklerale Vernetzungen mit Riboflavin und Blaulicht von 465 nm Wellenlänge (Skleral Cross Linking) vorgenommen und biomikroskopisch nach retinalen Schäden gesucht. Parallel dazu wurden biomechanische Messungen gemacht. Zusätzlich wurden junge Kaninchen (2 Wo) während der

Augenwachstumsphase einem skleralen Cross Linking unterzogen und makroskopisch und mikroskopisch untersucht.

Ergebnisse: Makroskopisch und mikroskopisch zeigen sich bei pigmentierten Tieren keine retinalen Schäden auch bei extremen Bleuchtungsdichten bis 1000 mW/cm2. Ein Versteifungseffekt (E-Modulus) von 30% konnte nachgewiesen werden. Bei den jungen Tieren zeigte sich eine Veränderung in der Augenlänge bei der gewählten Lichtintensität. Zugleich zeigten sich aber auch erhebliche Schäden der Augenstruktur.

Schlussfolgerung: In adulten Tieren kann durch das sklerale Cross Linking eine Versteifung der Hornhaut ohne retinale Schäden erzielt werden. Im wachsenden Auge muss eine Dosis-/Wirkungsbeziehung herausgearbeitet werden, welche eine Versteifung der Sklera ohne retinale Schäden erlaubt.