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22nd International Congress of German Ophthalmic Surgeons

18. to 21.06.2009, Nürnberg

Ergebnisse nach Implantation der Crystalens 5-0 in einer prospektiven Studie

Meeting Abstract

  • Ludger Hanneken - Augenzentrum Maus, Köln
  • Matthias Maus - Augenzentrum Maus, Köln
  • Melanie Böggemann - Augenzentrum Maus, Köln
  • Stephan Kröber - Augenzentrum Maus, Köln

22. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen. Nürnberg, 18.-21.06.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09docWK 3b.18

DOI: 10.3205/09doc118, URN: urn:nbn:de:0183-09doc1189

Published: July 9, 2009

© 2009 Hanneken et al.
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Zielsetzung: Nach Einführung der akkommodativen Crystalens 5-0 (B&L) in Europa werden die ersten Ergebnisse hinsichtlich Fern-, Nah- und Intermediärvisus sowie der Sehqualität nach Implantation der Crystalens 5-0 im Rahmen einer prospektiven Studie vorgestellt.

Methode: In einer klinischen Studie wurde nach Durchführung von Standard-Katarakt-Operationen die Crystalens 5-0 in 51 Augen implantiert (Altersmedian der Patienten: 60 Jahre) und mindestens 3 Monate nachuntersucht. Untersuchungsparameter waren postoperativ Refraktion, unkorrigierter Fern-, Intermediär- und Nahvisus. Die klinischen Ergebnisse wurden mit Erhebungen zur subjektiven Zufriedenheit, Seh- und Lebensqualität ergänzt.

Ergebnis: Drei Monate postoperativ zeigte sich bei ca. 90% der nachuntersuchten 34 Augen ein monokular gemessener unkorrigierter Fernvisus von mindestens 0,5 (=20/40), wobei ca. 80% der Augen über einen unkorrigierten Visus von 0,7 oder besser (=20/30) verfügten.

86% der Augen wiesen einen Intermediärvisus von mindestens 0,5 (=20/40) und knapp 80% sogar von 0,7 oder besser (=20/30) auf. Für den Nahvisus konnte bei ca. 70% der Augen ein Visus von 0,5 oder besser (=20/40), bei 28% ein Nahvisus von 0,7 oder besser (=20/30) ermittelt werden. Eine Befragung zur Sehqualität ergab, dass 71% der Patienten zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem refraktiven Operationsergebnis waren.

Schlussfolgerung: Die Implantation der Crystalens bietet ermutigende klinische Ergebnisse mit hoher Patientenzufriedenheit. Während der Fernvisus dem einer monofikalen IOL entspricht, werden die bekannten optischen Nachteile von MFIOLs nicht beobachtet. Insbesondere die Verbesserung des Intermediärvisus im Vergleich zu Monofokallinsen ist bemerkenswert. Viele Patienten erreichen darüber hinaus einen zufriedenstellenden funktionalen Nahvisus, der deutlich über die Pseudoakkommodation bei konventionellen IOLs hinausgeht.