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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012)

23.10. - 26.10.2012, Berlin

Der Stellenwert der Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie (SRS) in der Diagnostik von Fibromatosen

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Jörg Friesenbichler - Medizinische Universität Graz, Univ. Klinik für Orthopädie, Graz, Austria
  • Anja Molcan - Medizinische Universität Graz, Univ. Klinik für Orthopädie, Graz, Austria
  • Reingard Aigner - Medizinische Universität Graz, Univ. Klinik für Radiologie, Abteilung für Nuklearmedizin, Graz, Austria
  • Patrick Sadoghi - Medizinische Universität Graz, Univ. Klinik für Orthopädie, Graz, Austria
  • Bernadette Liegl-Atzwanger - Medizinische Universität Graz, Institut für Pathologie, Graz, Austria
  • Werner Maurer-Ertl - Medizinische Universität Graz, Univ. Klinik für Orthopädie, Graz, Austria
  • Christian Weger - Medizinische Universität Graz, Univ. Klinik für Orthopädie, Graz, Austria
  • Andreas Leithner - Medizinische Universität Graz, Universitätsklinik für Orthopädie, Graz, Austria

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012). Berlin, 23.-26.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocPO18-1379

DOI: 10.3205/12dkou630, URN: urn:nbn:de:0183-12dkou6300

Published: October 2, 2012

© 2012 Friesenbichler et al.
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Fragestellung: Fragestellung: Das Management von Desmoid-Tumoren, insbesondere von Rezidiven oder in einer inoperablen Situation, ist immer weiterhin eine Herausforderung. Magnet Resonanz Tomographie ist die bildgebende Methode der Wahl, obwohl auch mit dieser Technik Schwierigkeiten auftreten können, eine aggressive Fibromatose von anderen gutartigen oder bösartigen Tumoren sowie Tumorrezidiven oder postoperativen Fibrosen zu unterscheiden. Das Ziel dieser Studie war es, die Wertigkeit der Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie in der Diagnostik von Desmoiden zu bestimmen. Desweiteren wurden die Ergebnisse der SRS mit den Ergebnissen der immunhistochemischen Färbung für den Somatostatin-Rezeptor-Subtyp 2A korreliert.

Methodik: Methodik: Dreizehn Patienten mit Desmoiden wurden identifiziert und in der aktuellen Studie eingeschlossen. Alle Patienten wurden mit Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie untersucht. Darüber hinaus wurden von sieben Patienten Gewebeproben zur immunhistochemischen Bestimmung der Somatostatin-Rezeptor-Subtyp 2A Expression verwendet. Die Resultate der SRS und die Ergebnisse der immunhistochemischen Färbung wurden danach korreliert.

Ergebnisse: Acht der 13 betroffenen Patienten (62%) zeigten einen gesteigerten Tracer Uptake in der SRS (Somatostatin-Rezeptor-positive Desmoide). Insgesamt wurden neun Gewebeproben auf die Expression von SSTR 2A getestet, wobei in vier Fällen eine mäßige Färbung und in fünf Fällen keine Färbung festgestellt werden konnte. Die Ergebnisse der SRS und der Immunhistochemie korrelierten jedoch nur in zwei Patienten.

Schlussfolgerung: Die aktuelle Studie zeigte, dass Desmoide häufig den Somatostatin-Rezeptor-Subtyp 2 exprimieren, jedoch konnte keine Korrelation zwischen SRS und SSTR 2A Färbung gefunden werden. Dies kann wahrscheinlich auf die fehlende Standardisierung der Untersuchungstechniken sowie die heterogene Rezeptorverteilung innerhalb der Tumoren zurückgeführt werden. Weitere Untersuchungen sind nötig, um den Wert der beiden Techniken für die Diagnostik von Desmoiden zu bestimmen.