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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012)

23.10. - 26.10.2012, Berlin

Sensibilität und Sensitivität von Prokalzitonin in der septischen, orthopädischen Revisionschirurgie

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Mathias Glehr - Medizinische Universität Graz, Universitätsklinik für Orthopädie, Graz, Austria
  • Gerald Gruber - Medizinische Universität Graz, Universitätsklinik für Orthopädie, Graz, Austria
  • Patrick Sadoghi - Medizinische Universität Graz, Universitätsklinik für Orthopädie, Graz, Austria
  • Jörg Friesenbichler - Medizinische Universität Graz, Universitätsklinik für Orthopädie, Graz, Austria
  • Gerwin Bernhardt - Medizinische Universität Graz, Abteilung für Allgemeinchirurgie, Graz, Austria
  • Alexander Avian - Medizinische Universität Graz, Abteilung für medizinische Informatik, Graz, Austria
  • Guenter Hofmann - Medizinische Universität Graz, Klinische Abteilung für Onkologie, Graz, Austria
  • Andreas Leithner - Medizinische Universität Graz, Universitätsklinik für Orthopädie, Graz, Austria

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012). Berlin, 23.-26.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocWI64-1448

DOI: 10.3205/12dkou399, URN: urn:nbn:de:0183-12dkou3994

Published: October 2, 2012

© 2012 Glehr et al.
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Fragestellung: Periprothetische Gelenksinfektionen sind schwerwiegende Komplikationen nach Hüft- und Kniegelenksersatzoperationen. Laborparameter stellen die wichtigste Säule im diagnostischen Prozess der Detektion von bakteriellen Infekten dar. Ziel der Studie war es, im Feld der orthopädischen Revisionschirurgie die Sensibilität und Sensitivität von Prokalzitonin (PCT) - einem spezifischen Infekt-Parameter - zu analysieren.

Methodik: Vierundachtzig Patienten (124 durchgeführte Operationen) wurden prospektiv eingeschlossen. Der Parameter PCT wurde präoperativ sowie am ersten, dritten und siebenten postoperativen Tag evaluiert.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Der Parameter PCT hatte eine statistisch signifikante Korrelation mit der Histologie (bakterielle Infektion/keine bakterielle Infektion p=0,038). Ein PCT Wert von 0,35 ng/ml hatte eine Sensitivität von 90% und eine Spezifität von 67%.

Eine zusätzliche Analyse dieses Parameters ist vor allem dann hilfreich, wenn Zweifel bestehen, ob ein entzündlicher Prozess bakteriell bedingt ist oder wenn die Effizienz einer antibiotischen Therapie zeitnah bestimmt werden soll.