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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012)

23.10. - 26.10.2012, Berlin

Beschwerden und Verletzungen des Bewegungsapparates im Automobilrennsport

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Hansjörg Heep - Universität Duisburg-Essen, Universitätsklinikum, Orthopädie, Essen, Germany
  • Christos Koutras - Universitätsklinikum Marburg, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Marburg, Germany
  • Steffen Ruchholtz - Universitätsklinikum Marburg, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Marburg, Germany
  • Marcus Jäger - Universität Duisburg-Essen, Universitätsklinikum, Orthopädie, Essen, Germany

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012). Berlin, 23.-26.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocWI53-585

DOI: 10.3205/12dkou305, URN: urn:nbn:de:0183-12dkou3051

Published: October 2, 2012

© 2012 Heep et al.
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Fragestellung: Die rasante Entwicklung der Technik und der Sicherheitsanforderungen führte im Automobilrennsport zu einer erhöhten Belastung auf den Körper des Rennfahrers. Auch die Auswirkungen eines Unfalles sind ebenso wie die auftretenden Beschwerden bei Dauerbelastung noch nicht untersucht. Ziel der vorliegenden Studie war es die Auswirkungen dieser Dauerbelastungen zu erheben.

Methodik: Von März 2011 bis November 2011 wurden Rennfahrer mit einem Fragebogen zu personenbezogenen Daten, der Rennerfahrung, der Trainingsfrequenz, der Rennklasse, dem Sitzkomfort, den erlittenen Verletzungen und den subjektiven Beschwerden nach einem Rennen befragt.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: 137 Rennfahrer mit einem medianen Alter von 43 (15-75) Jahre gingen in die Studie ein. 50% der Fahrer betrieben Motorsport unter 10 Jahre, 35% mehr als 15 Jahre und 15% zwischen 10-15 Jahre. Lediglich 6% gaben an, diesen Sport hauptberuflich auszuüben. 60% trainieren bis zu 10 Tage pro Monat, 15% bis 15 Tage, 5% mehr als 15 Tage. 40% gaben 10 -15 Rennen pro Jahr zu absolvieren an. 40% fuhren 0,5 Stunden-Rennen, 24% 4 Stunden-Rennen, 10% 2 Stunden-Rennen. 5% der Rennfahrer gaben an in einem unbequemen Sitz zu sitzen, 38% in einem noch ausreichend bequemen und 57% in einem bequemen Sitz. Prozentual gaben aber die Motorsportler die meisten Schmerzen in der unteren LWS nach einem Rennen an, die in einem bequemen Sitz sitzen (16%), 7% in einem noch ausreichend bequemen und 3% in einem unbequemen Sitz (p<0,05). ¼ mit einem bequemen Sitz hatten hatten sogar erheblichen Beschwerden. 18% mit Schmerzen hatten eine eine gerade Sitzposition, 6% eine mit gekrümmten Rücken, 2% eine nach vorne geneigte Sitzposition. 20% der Rennfahrer gagen nach einem Rennen an Schmerzen im Bereich der Schulter zu haben. Verletzungen der unteren und oberen Extremität in den distalen Abschnitten wurden am häufigsten im unteren einstelligen Bereich angegeben.

Rennfahrer erleiden überwiegend Verletzungen der Extremitäten, ihre Beschwerden durch die Belastungen während und nach einem Rennen sind jedoch hauptsächlich im Stamm und im Schulterbereich lokalisiert.