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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012)

23.10. - 26.10.2012, Berlin

Korrelation der Dauer der Symptomatik zu dem chirurgischen Outcome in Patienten mit zervikaler spondylotischer Myelopathie: Eine retrospektive Analyse von 248 Patienten

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Matthias Pumberger - Charite - Campus Virchow Klinikum, Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Berlin, Germany
  • Alexander C. Disch - Charité Universitätsmedizin Berlin, Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Berlin, Germany
  • Klaus-Dieter Schaser - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Berlin, Germany
  • Alexander P Hughes - Hospital for Special Surgery, New York, United States
  • Han Jo Kim - Hospital for Special Surgery, New York, United States
  • Andrew A Sama - Hospital for Special Surgery, New York, United States
  • Frank P Cammisa - Hospital for Special Surgery, New York, United States
  • Federico P Girardi - Hospital for Special Surgery, New York, United States

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012). Berlin, 23.-26.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocWI13-1588

DOI: 10.3205/12dkou022, URN: urn:nbn:de:0183-12dkou0229

Published: October 2, 2012

© 2012 Pumberger et al.
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Fragestellung: In der Literatur besteht weiterhin kein Konsensus über die Assoziation von der Dauer der Symptomatik zum chirurgischen Outcome in Patienten mit zervikaler spondylotischer Myelopathie (ZSM). Aufgrund der unterschiedlichen Verlaufsformen und geringer Fallzahl von ZSM ist diese Korrelation oftmals nicht möglich. Wir analysierten den korrelativen Zusammenhang von Dauer der Symptomatik mit der Verbesserung des postop. Outcomes ( Nurick Grades). Wir hypothetisieren, dass eine protrahierte Symptomatik mit langer präoperativer Beschwerdedauer mit einer schlechteren Prognose des postop. Ergebnises assoziiert ist.

Methodik: Wir untersuchten retrospektive alle Patienten mit ZSM die zwischen 01/ 2000 und 11/ 2010 in einem amerikanischen Wirbelsäulenzentrum operativ versorgt wurden. Die Patientenakten sowie Operationsberichte wurden für diese Untersuchung herangezogen. Besondere Bedeutung wurde auf die Dauer der präoperativen myelopathischen Symptomatik der Patienten gelegt. Die Verbesserung von prä- zu postoperativen Nurick Grad wurde festgehalten. Chi-Square Tests und multivariate Regressionsanalysen zwischen Dauer der Symptomatik und postoperativer Verbesserung in Nurick Grad wurden durchgeführt.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Insgesamt wurden 248 Patienten (71 F; 177 M) in diese Studie eingeschlossen. Das durchschnittliche Alter war 59.0±13.3 und der BMI 28.4±5.2. Die präoperative Dauer der myelopathischen Symptome war 15.1 Monaten (1-101 Monate) und das durchschnittliche klinische follow-up lag bei 15.4 Monaten (1-79 Monate). Erhöhte präoperative Nurick Grade korrelierten nicht mit einer prolongierter Symptomatik (p=0.906). Trotzdem, war die Dauer der Symptomatik der Patienten die zumindest um einen Nurick Grad sich verbesserten um 6.6 Monate kürzer im Vergleich zu denen, die keine Verbesserung zeigten (11.2 vs. 17.8 Monate, p=0.002). Multivariate Regressionsanalysen zeigten eine negative Korrelation zwischen der Dauer der Symptomatik und der Verbesserung nach chirurgische Intervention zu Nurick Grad 2, 1 oder 0 (aOR 0.96, 0.97, 0.97, p=0.003, 0.004, 0.035).

Die Dauer der präop. Symptomatik korreliert nicht mit dem Schweregrad und unterstreicht somit die noch nicht vollständig geklärte Pathophysiologie von ZSM. Die Patienten die nicht von der chirurgischen Intervention geringer profitierten hatten im Mittel eine um 6 Monate prolongiertere präoperative Symptomatik.