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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, 75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 97. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, 52. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie

25. - 28.10.2011, Berlin

Verbesserung der Epithelialisation und Neovaskularisation von Wunden sowohl durch lokale als auch durch systemische Transplantation von endothelialen Progenitorzellen (EPC)

Meeting Abstract

  • H. Jakob - Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt, Germany
  • K. Sommer - Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt, Germany
  • A. Sander - Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt, Germany
  • J. Barker - Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt, Germany
  • I. Marzi - Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt, Germany
  • J. Frank - Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt, Germany

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie. 75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 97. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, 52. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 25.-28.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. DocGR19-1135

DOI: 10.3205/11dkou518, URN: urn:nbn:de:0183-11dkou5181

Published: October 18, 2011

© 2011 Jakob et al.
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Fragestellung: Die Therapie von Wundheilungsstörungen stellt auch heute noch eine große klinische Herausforderung dar. Studien belegen, dass aus peripherem Blut isolierte endotheliale Progenitorzellen (EPC) ins Granulationsgewebe einwandern und die Wundheilung verbessern können. In der aktuellen Studie wurde in vivo der Effekt von systemisch versus lokal applizierten EPC auf die Wundheilung und Neovaskularisation in einem Wundmodel am Ohr der haarlosen Maus untersucht.

Methodik: Es erfolgte eine standardisierte Wundsetzung auf der Rückseite der Mausohren (n=10 pro Gruppe). Epithelialisation und Neovaskularisation des Wundgrundes wurden dann jeden zweiten Tag bis zum Abschluss der Wundheilung intravitalmikroskopisch dokumentiert und computerassistiert planimetrisch gemessen. Die transplantierten EPC wurden zur fluoreszenzmikroskopischen Detektion DiLDL markiert. CD31 und SDF1α wurden immunhistochemisch bestimmt (n=8 pro Gruppe).

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Sowohl die lokal als auch die systemisch transplantierten EPC verbesserten in nahezu gleicher Potenz hoch signifikant die Wundheilung (p<.001). Vollständiger Wundverschluss trat in der systemischen EPC-Gruppe nach 6.7±0.32 Tagen und in der lokalen EPC-Gruppe nach 8.0±0.42 Tagen ein (im Vergleich zu lokaler PBS-Injektion: 10.6±0.39 Tage). Beide EPC transplantierte Gruppen zeigten immunhistochemisch einen signifikanten Anstieg der Gefäßdichte unter CD31 Markierung (p<.01) sowie eine höhere SDF1α-Expression (p<.01). Darüber hinaus konnten die transplantierten EPC im Granulationsgewebe nachgewiesen werden.

Es kann davon ausgegangen werden, dass eine Verbesserung des EPC-“Homing” und der -Funktion ein vielversprechender und attraktiver Ansatz in der Wundbehandlung darstellt. Als Mechanismus dieser Heilungsbeschleunigung werden parakrine Effekte der EPCs oder direkte zelluläre Proliferationen diskutiert.