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21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

27.09.-29.09.2012, Karlsruhe

Cushing-Syndrom durch ein mediastinales Paragangliom – eine interdisziplinäre Herausforderung

Meeting Abstract

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  • Claudia Grun - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe gAG, Klinik für Thoraxchirurgie, Karlsruhe
  • Helene Geddert - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe gAG, Institut für Pathologie, Karlsruhe
  • Felix Flohr - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe gAG, Medizinische Klinik, Karlsruhe
  • Heribert Ortlieb - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe gAG, Klinik für Thoraxchirurgie, Karlsruhe

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Karlsruhe, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocPO 1.6

DOI: 10.3205/12dgt58, URN: urn:nbn:de:0183-12dgt589

Published: September 17, 2012

© 2012 Grun et al.
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Mediastinale Paragangliome stellen eine sehr seltene Tumorentität dar. Sie können sich asymptomatisch verhalten, symptomatisch aufgrund lokaler Beschwerden werden oder sich als Cushing-Syndrom manifestieren.

Wir präsentieren den Fall eines 23jährigen Patienten, der sich unter dem klinischen Bild eines Hyperkortisolismus in der Inneren Abteilung unseres Hauses vorstellte. In der weiterführenden Diagnostik waren eine retrosternal gelegene mediastinale Raumforderung sowie linksseitige pulmonale Rundherde nachweisbar. Über eine mediane Sternotomie erfolgte die Resektion des Tumors sowie die atypische Resektion der intrapulmonalen Herde. Der Mediastinalbefund konnte histopathologisch als ein Paragangliom befundet werden, bei den intrapulmonalen Herden handelte es sich um partiell organisierte segmentale Lungenarterienembolien. Postoperativ zeigte sich eine rasche Normalisierung der Hormonwerte.

Die radikale chirurgische Resektion ist bei dieser Erkrankung das Therapieverfahren der Wahl, aufgrund eines hohen Lokalrezidivrisikos sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen zwingend erforderlich. Vor allem bei hormonell aktiven Befunden ist eine interdisziplinäre Betreuung des Patienten obligat.