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16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

04.10. - 06.10.2007, Konstanz

Thoraxchirurgie im Alter – auch an Schwerpunktkrankenhäusern notwendig?

Meeting Abstract

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  • H. Bernd Reith - Klinikum Konstanz, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Konstanz
  • Harald Tigges - Klinikum Konstanz, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Konstanz

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Konstanz, 04.-06.10.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc07dgtV20

DOI: 10.3205/07dgt51, URN: urn:nbn:de:0183-07dgt519

Published: March 22, 2010

© 2010 Reith et al.
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Zielsetzung: Entsprechend der politischen und fachlichen Diskussionen stellt sich die Frage, ob eine adäquate Thoraxchirurgie auch an Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung durchgeführt werden soll und kann. Schwerpunkt ist die Chirurgie des Patienten über 65 Jahre.

Methodik: Zugrundegelegt werden die Daten der Thoraxchirurgischen Eingriffe bei Pat. über 65 Jahre eines Schwerpunktkrankenhauses der Jahre 2004–2006.

Ergebnisse: In den Jahren 2004–2006 wurden 169 thorakale Eingriffe beim älteren Patienten durchgeführt. Das Durchschnittsalter lag bei 73,6 Jahren, Frauen waren mit 3:2 deutlich häufiger betroffen.

Im Einzelnen wurden 41 Thorakoskopien mit Resektionen von Tumoren (in erster Linie Metastasen) oder entzündlichen Prozessen zur Histologiesicherung bzw. Therapie von Pleuraempyemen vorgenommen. Mediastinoskopien zur Diagnostik und Biopsieentnahme in erster Linie bei Lymphomen oder Leukämien. 2 Trachearekonstruktionen nach Tracheotomien. 41 Lungenteilresektionen überwiegend mit bronchoplastischer oder angioplastischer Erweiterung bei Bronchialkarzinomen, 4 Pneumektomien, Offene Dekortikationen bei Pleuraempyem oder entzündlichen Prozessen erfolgten 16 mal, 2 Rippenresektionen bei Tumoren der Rippe, 3 Zwerchfellrekonstruktionen thorakal und 12 weitere Thoraxeingriffe. 37 Thorakotomien erfolgten im Zusammenhang mit anderen Eingriffen, vornehmlich bei Ösophaguserkrankungen. Auch die älteren Patienten überstanden diese Operationen in 92% ohne Besonderheiten. Todesfälle kamen 2 mal vor (1,1%). Die durchschnittliche Liegezeit war mit 9,3 Tagen etwa länger als der Abteilungsdurchschnitt.

Schlussfolgerung: Zur adäquaten, wohnortnahen Versorgung von Patienten ist eine Klinik der Schwerpunktversorgung mit thoraxchirurgischer Ausrichtung in der Lage eine stadiengerechte und erkrankungsorientierte Therapie anzubieten und durchzuführen.