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43. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. (DGPRÄC), 17. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen e. V. (VDÄPC)

13.09. - 15.09.2012, Bremen

Autologe Brustrekonstruktion und Adipositas – Ist die Durchführung von autologer Brustrekonstruktion in diesem Patientenkollektiv zu empfehlen?

Meeting Abstract

  • presenting/speaker A. Momeni - Stanford University Medical Center, Division of Plastic and Reconstructive Surgery, Palo Alto, United States
  • M. Ahdoot - Stanford University Medical Center, Division of Plastic and Reconstructive Surgery, Palo Alto, United States
  • R. Kim - Stanford University Medical Center, Division of Plastic and Reconstructive Surgery, Palo Alto, United States
  • E. Leroux - Stanford University Medical Center, Division of Plastic and Reconstructive Surgery, Palo Alto, United States
  • D. Galaiya - Stanford University Medical Center, Division of Plastic and Reconstructive Surgery, Palo Alto, United States
  • G. Lee - Stanford University Medical Center, Division of Plastic and Reconstructive Surgery, Palo Alto, United States

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. 43. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), 17. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Bremen, 13.-15.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocBCHIP01

DOI: 10.3205/12dgpraec153, URN: urn:nbn:de:0183-12dgpraec1539

Published: September 10, 2012

© 2012 Momeni et al.
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Text

Einleitung: Die Assoziation von Adipositas und erhöhter postoperativer Komplikationsrate ist mehrfach gezeigt worden. Aus diesem Grunde wird traditionell die Durchführung von autologer Brustrekonstruktion in diesem Patientenkollektiv als relativ kontraindiziert angesehen. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob diese Empfehlung weiterhin gerechtfertigt ist.

Material und Methoden: Der Einfluss von Adipositas auf die Komplikationsrate nach mikrochirurgischer Brustrekonstruktion unter Verwendung von abdominalem Gewebe wurde retrospektiv untersucht. Patienten, bei denen zwischen November 2006 und Februar 2011 eine autologe mikrochirurgische Brustrekonstruktion durchgeführt wurde, wurden berücksichtigt. Im Gegensatz zu bisher publizierten Arbeiten wurden jedoch nur jene Patienten in die Studie eingeschlossen bei denen eine Indikation zur Durchführung bariatrischer Eingriffe bestand (Gruppe 1: BMI >40 kg/m2; Gruppe 2: BMI >35 kg/m2 mit Adipositas-bedingten Begleiterkrankungen). Somit repräsentiert unser Patientenkollektiv eine besondere Hoch-Risiko-Gruppe.

Ergebnisse: In 28 Patienten wurden 42 Brustrekonstruktionen durchgeführt. Postoperative Komplikationen wurden in 9 Patienten beobachtet (p=1,00). Alle Komplikationen konnten erfolgreich ambulant behandelt werden, ohne Einfluss auf die stationäre Liegedauer. Es wurden keine Unterschiede hinsichtlich der Morbidität an der Entnahme- (p=0,57) und Empfängerstelle (p=1,00) festgestellt. Erwähnenswert ist, dass kein Lappenverlust beobachtet wurde.

Schlussfolgerung: Adipositas ist mit einer relativen hohen Rate postoperativer Komplikationen assoziiert. Jedoch können diese in der Regel konservativ und ambulant, mit geringem Einfluss auf Patientenmorbidität, behandelt werden. Wir sind der Auffassung, das Adipositas nicht als relative Kontraindikation zur Durchführung autologer mikrochirurgischer Brustrekonstruktionen angesehen werden sollte. Patienten sollten jedoch über das erhöhte Risiko für das Auftreten postoperativer Komplikationen aufgeklärt werden.