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49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen e. V. (VDÄPC)

29.09. - 01.10.2011, Innsbruck

Die chirurgische Behandlung der Gynäkomastie: Eine Analyse von Patientendaten der letzten 25 Jahre

Meeting Abstract

  • author Lars Peter Kamolz - Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Landesklinikum Wiener Neustadt
  • Stefan Halper - Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Landesklinikum Wiener Neustadt
  • Linda Michlmayer - Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Landesklinikum Wiener Neustadt
  • Evelyne Bareck - Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Landesklinikum Wiener Neustadt
  • Friedrich Längle - Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Landesklinikum Wiener Neustadt

Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. 49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Innsbruck, 29.09.-01.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgpraecV136

DOI: 10.3205/11dgpraec137, URN: urn:nbn:de:0183-11dgpraec1378

Published: September 27, 2011

© 2011 Kamolz et al.
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Einleitung: Die Gynäkomastie ist die Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann. Die echte Gynäkomastie durch Vermehrung des Drüsengewebes muss dabei von einer falschen Gynäkomastie durch Fetteinlagerung, wie sie bei Übergewicht auftritt, unterschieden werden. Die meisten Studien auf dem Gebiet der chirurgischen Behandlung der Gynäkomastie basieren jedoch häufig auf sehr geringe Fallzahlen. Zusätzlich fehlen häufig Aussagen zu den histolgischen Befunden. Das Ziel dieser Studie war es diesen Symptomenkomplex der Gynäkomastie genauer aufzuarbeiten.

Material und Methoden: Alle Patienten, die an der Abteilung für Chirurgie wegen einer Gynäkomastie zwischen 1986-2010 vorstellig wurden, wurden in diese retrospektive Analyse eingeschlossen und die Faktoren Alter, Größe, Gewicht, BMI, Lokalisation, Behandlungsart, Komplikationen, Risikofaktoren, Nebenerkrankungen und das histologische Ergebnis bestimmt und analysiert.

Ergebnisse: Insgesamt konnten 380 Patienten in diese Studie eingeschlossen werden. In den Großteil der Fälle wurde auch die Indikation zur Operation (2/3 der Fälle) gestellt. Die verwendeten Techniken schlossen die subkutane Mastektomie allein oder mit zusätzlicher Liposuktion ein, auch in einigen Fällen wurde eine isolierten Liposuktion, und die formelle Brustverminderung verwendet. In der durchgeführten Analyse zeigte sich auch die typische Altersverteilung entsprechend der beschrieben Symptomenkomplexe Pubertätsgynäkomastie und Altersgynäkomastie. Sehr häufig zeigten sich auch sogenannte Pseudogynäkomastien. Die chirurgische Revisionsrate war in den 3 oben genannten Gruppen unterschiedlich, was wiederum bestätigt, dass der BMI und andere Parameter bedeutende Risikofaktoren für Komplikationen darstellen können.

Schlussfolgerung: Die Behandlung der Gynäkomastie verlangt ein individualisiertes Vorgehen. Auch auf die Risikofaktoren für das Entstehen von Komplikationen muss geachtet werden. Die histologische Gewebeanalyse sollte im Rahmen eines chirurgischen Vorgehens routinemäßig durchgeführt werden, weil sich in den histologischen Ergebnissen atypische Zellpathologie offenbaren können.