gms | German Medical Science

49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen e. V. (VDÄPC)

29.09. - 01.10.2011, Innsbruck

Bedeutung der plastisch-chirurgischen Deckung perinealer Defekte nach Tumorresektion im Rahmen interdisziplinärer Operationen

Meeting Abstract

  • author Robert Hierner - Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen
  • B. Gehl - Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen
  • W. Niebel - Abdominal und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen
  • P. Wimberger - Gynäkologie und Frauenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen
  • R. Kimmig - Gynäkologie und Frauenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen

Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. 49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Innsbruck, 29.09.-01.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgpraecV66

DOI: 10.3205/11dgpraec067, URN: urn:nbn:de:0183-11dgpraec0679

Published: September 27, 2011

© 2011 Hierner et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Bei den meisten Patienten stellt der Wundschluss nach anteriorer pelvino rektaler Rektumamputation (APRA) kein Problem dar. In Fällen mit vorausgegangener Bestrahlung oder pararektaler Tumorinfiltration kann jedoch eine plastische Deckung notwendig werden. Bei dieser Patientengruppe hat sich an unserer Klinik eine multidisziplinäre Versorgung bestens bewährt.

Material und Methoden: Im Zeitraum von 2002 und 2009 wurde bei 25 Patienten ein ausgedehnter pelviner Defekt nach APRA gedeckt. Die Operation erfolgte bei 10 Männer und 15 Frauen. Das Patientenalter betrug 36–78 Jahre. In einer retrospektiven klinischen Studie wurden folgende Kriterien untersucht: 1) Art der Lappenplastik, 2) Operationsdauer, 3) intraoperativer Blutverlust, 4) Hospitalisationsdauer, 5) Mobilisation, und 6) Art und Anzahl von Komplikationen.

Ergebnisse: Die unilaterale M. gracilis Lappenplastik stellt unsere Therapie der 1. Wahl für kleine Restdefekte dar. Bei ausgedehnten Defekten verwenden wir die bilateral gestielte glutaeus maximus Lappenplastik oder die myokutane Rectus abdominis Lappenplastik.

Schlussfolgerung: Die unilaterale M. gracilis Lappenplastik stellt unsere Therapie der 1. Wahl für kleine Restdefekte dar. Bei ausgedehnten Defekten verwenden wir die bilateral gestielte glutaeus maximus Lappenplastik oder die myokutane Rectus abdominis Lappenplastik.