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26. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e. V.

11.09. - 13.09.2009, Leipzig

Vergleich eines weiter entwickelten graduierten und mit einem Score versehenen Logopädie-Diagnostikbogens mit der computerisierten Lingwave-DSI-Messung

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  • corresponding author presenting/speaker Markus Hüsson - Klinik für Stimm- und Spracherkrankungen, Weilmünster, Deutschland
  • Christa Müller - Klinik für Stimm- und Spracherkrankungen, Weilmünster, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie. 26. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie (DGPP). Leipzig, 11.-13.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgppP13

DOI: 10.3205/09dgpp38, URN: urn:nbn:de:0183-09dgpp388

Published: September 7, 2009

© 2009 Hüsson et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: In unserer Untersuchung wurden der computerisiert erfasste DSI-Wert verglichen mit den Ergebnissen des subjektiv erhobenen Bewertungsbogen bei der logopädischen Erst- und Nachuntersuchung einer stationären Intensivmaßnahme.

Material und Methoden: In einer retrospektiven Studie wurde bei 60 Pat. (22–61 J.), 40 Fr., 20 Mä., vor/nach einer stat. Stimmtherapie der DSI zur Beurteilung der Stimmqualität und der Bewertungsbogen mit den Qualitäten Stimmklang, Resonanz, Steigerungsfähigkeit, usw. und der Atmung mit einer Wertung von 1 bis 3 hinterlegt für (1 schlecht und 3 gut). Dieser Score wurde dem DSI gegenübergestellt.

Ergebnisse: Der Score und der DSI stellt mit gleicher Signifikanz die Verbesserung der Stimmqualität vor und nach einer Stimmtherapie dar. Beide Verfahren werden durch Hinterlegung des Scores im Diagnostikbogen vergleichbar. Wir konnten mit der Untersuchung zeigen, dass der Score mit dem DSI Wert korreliert.

Diskussion: Die Messverfahren beinhalten Untersucher-, Patienten- und messtechnische Fehlermöglichkeiten. Die Graduierung Einteilung in einen Bewertungs-Score des Diagnostikbogens bedurfte viel Abwägung der Wichtigkeit der Einzelkomponenten.


Text

Einleitung

Unsere Arbeit soll 2 Kriterien erfüllen:

Das erste Kriterium ist die Weiterentwicklung eines seit langer Zeit von den Logopäden des Hauses verwendeten Diagnostikbogens, welcher bei Aufnahme und bei Entlassung des Patienten ausgefüllt wurde. Zur besseren Vergleichbarkeit vor und nach Therapie als auch zwischen verschiedenen Patienten wurden die 30 Items des Fragebogens jeweils mit einer Wertung versehen von 0 bis 3: 0 = keine Auffälligkeit, 3 = hochgradige Auffälligkeit. Die Summe hieraus ergab mit einer maximal erreichbaren Punktzahl von 90 eine maximal schlechte Stimme.

Das zweite Kriterium der Arbeit bestand darin, die Ergebnisse des mit dem Punktesystem versehenen Diagnostikbogens mit der computerisiert erhobenen DSI-Messung des Lingwave-Systems zu verrgleichen. Die DSI-Messung erfolgte in unserem Hause vor und nach Therapie bei jedem Patienten.

Die Arbeitshypothese war, dass neue zahlenmäßig erfasste Ergebnis zur Stimmqualität des Diagnostikbogens mit der DSI-Messung des Lingwave-Systems übereinstimmen.

Material und Methode

Es handelt sich um eine retrospektive Studie an 60 Patienten im Alter zwischen 22 und 61 Jahren, 40 Frauen, 20 Männer, die vor und nach einer funktionellen stationären Stimmtherapie untersucht wurden. Der verwendete Diagnostikbogen enthält Beurteilungen zur Stimmdynamik, Resonanz, Stimmabsatz als auch Artikulation, Kieferweite sowie Sprechtempo, Ausatemdauer und Körperhaltung. Nach Auswertung des Diagnostikbogens als auch der Zusammenführung der DSI-Messungen erfolgte eine statistische Auswertung der Messergebnisse, die eine hochgradige Signifikanz beider Messverfahren ergab.

Ergebnisse

Wir konnten nachweisen, dass die DSI-Messwerte mit dem Score des Diagnostikbogens übereinstimmen.

Diskussion

Die untersuchten Messverfahren DSI und subjektiver Diagnostikbogen enthalten Untersucher-, Patienten- und messtechnische Fehlermöglicheiten.

Ebenso kritisch zu werten ist die Gewichtung der 30 Einzelparameter zur Stimmqualtiät im subjektiven Beurteilungsbogen.

Die Einteilung 0–3 (0 = keine Auffälligkeit, 3 = hochgradige Auffälligkeit) lehnte an vorbestehende Graduierungen an – siehe VHI-Index nach Herrn Professor Nawka und ARPS-Schema nach Frau Professor Berger.

Die Literaturangaben erfolgten über die Untersuchung von Böhme: Methoden der Stimmuntersuchung sowie die Errechnung des DSI über die Arbeiten von Wyst.