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52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

06.10. - 08.10.2011, Bonn

Weitere Erfahrungen mit der arthroskopisch assistierten transossären Reinsertion des TFCC bei ulnarseitigem Abriss

Meeting Abstract

  • corresponding author presenting/speaker Heinrich-Geert Tünnerhoff - Krankenhaus Marbach, Praxis und Belegabteilung für Handchirurgie, Marbach, Deutschland
  • Martin Lauffer
  • Gerhild Thalhammer

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Bonn, 06.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgh25

DOI: 10.3205/11dgh25, URN: urn:nbn:de:0183-11dgh255

Published: October 5, 2011

© 2011 Tünnerhoff et al.
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Fragestellung: In einer ersten Studie wurden bei 39 Patienten, von 2001-2007 operiert, insgesamt gute Ergebnisse erzielt. Es ist jedoch noch nicht klar bis zu welcher Zeit nach der Verletzung eine derartige Naht durchgeführt werden kann und ob das Ergebnis von der Ulnar Varianz oder von degenerativen Veränderungen des TFCC beeinflusst wird.

Methodik: In einer retrospektiven Studie wird untersucht welche Ergebnisse bei weiterer Verwendung dieser Technik erzielt werden und ob diese Fragen beantwortet werden können. Prä- und post operativ werden der Mayo-wrist-score, der DASH score, Schmerz, eingestuft nach der VAS und die nach der klinischen Untersuchung abgeschätzte Stabilität des distalen radio ulnar Gelenkes (DRUG) festgestellt. Die Zufriedenheit mit der Operation wird erfragt. Diese Ergebnisse werden mit der Zeit zwischen Unfall und Operation, dem arthroskopischen Befund in Hinsicht auf degenerative Veränderungen des ulnaren Handgelenkes und der Ulnar Varianz korreliert. Über Komplikationen und Folgeoperationen wird berichtet.

Ergebnisse: Wir können zu der ersten Gruppe von Patienten 45 weitere hinzufügen, die zwischen 2007 und 2009 operiert wurden. Die Nachbeobachtungszeit beträgt durchschnittlich 30 Monate, minimal sechs. 35 der 41 Patienten wurden nachuntersucht. 18 waren vollständig, 17 teilweise zufrieden. Die Stabilität des DRUG war in 23 Fällen vollständig in 12 teilweise wiederhergestellt. Der durchschnittliche Majo-wrist-score (prä OP 55, post Op 90) und Schmerz nach der VAS (prä 6,6, post 1,4) sowie der DASH Score besserten sich deutlich. Der verstrichene Zeitraum zwischen Trauma und OP korrelierte nicht mit dem Resultat. Bei zwei Patienten wurde sekundär eine Ulna-Verkürzungs-Osteotomie erforderlich. Zweimal wurde wegen einer Re-Ruptur bei Überlastung eine zweite OP erforderlich. Bei drei Patienten bestanden deutliche degenerative Veränderungen des TFCC mit unbefriedigendem Resultat. Dagegen wurde bei zwei jüngeren Patienten mit Ulna Plus Variante ein gutes Ergebnis erreicht. Eine Ulna Minus Variante bestand nur in einem Fall.

Schlussfolgerung: Die arthroskopisch assistierte transossäre Reinsertion des TFCC ist auch nach einem längeren Zeitraum zwischen Verletzung und OP möglich. Bei zusätzlichen degenerativen Veränderungen oder ulnarer Einklemmsymptomatik sind die Ergebnisse nicht verlässlich.