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51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

07.10.- 09.10.2010, Nürnberg

Vom Nutzen der statischen Nachtschiene in der Dupuytrenbehandlung. Kasuistiken aus der Dupuytrenambulanz.

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Nürnberg, 07.-09.10.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgh09

DOI: 10.3205/10dgh09, URN: urn:nbn:de:0183-10dgh093

Published: September 16, 2010

© 2010 Meinel.
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Die Empfehlung zu statischer Nachtschienung nach Behandlung ist so alt wie die Dupuytren-Literatur. Der Kutscher M. Demarteau, den Dupuytren in seiner berühmten Vorlesung im Dezember 1831 mittels Fasziotomie behandelte, trug eine Nachtschiene „for another month and an excellent result was achieved.“ (Zitat D. Elliot, 1990). Die Stressbelastung wird unstreitig als ein steuerndes Element in der Histomorphogenese des Dupuytrengewebes angesehen. Die Nachtschienung manipuliert diese Stressbelastung und trägt somit Elemente einer Kausalbehandlung. Die Ergebnisse sind z.T. verblüffend. Bis heute liegt allerdings keine überzeugende Datenlage zur Schienenbehandlung vor. Ein Aufgabenfeld klinischer Forschung? Wir verwenden ausschließlich statische Nachtschienen aus der Vorstellung heraus, die durch Fasziotomie oder digitale Fasziektomie erreichte aktive Extensionsstellung langfristig nachts aufrechtzuhalten, um einer krankheitsbedingten Beugefixierung vorzubeugen.Wir verwenden keine dynamischen Schienen! Wichtig für eine entsprechende Compliance seitens der Patienten ist ein einfach anzulegendes und komfortabel zu tragendes Schienenmodell. Wir haben hierfür den Fixxglove zusammen mit der Fa inocare entwickelt, der sich bei freier bzw. fast freier Streckbarkeit der Finger bestens bewährt hat. Bei fortbestehenden Streckdefiziten legen wir Individualschienen an, die dank eines Siliconbettes eine als wohltuend empfundene Fingerfixierung gestatten. Inwieweit dem Silicon eine medizinische Wirkung zuzuschreiben ist, bleibt zu diskutieren. Diese Schienen werden über 6 Monate nach Behandlung ausschließlich nachts getragen und danach immer wieder dann angelegt, wenn sich Aktivitätszeichen der Fibromatose zeigen. Wir glauben, dass wir damit das Risiko einer Rezidivkrümmung senken können – krümmungsfreie Verläufe von über zwei Jahren sind keine Seltenheit. Viel erstaunlicher aber ist der Umstand, dass sich fortbestehende Streckblockaden unter der statischen Individualschienung in vielen Fällen messbar zurückbilden – wie auch fortbestehende Gewebeknoten und -stränge unter der Schienentherapie eindeutige Rückbildungszeichen zeigen.Der Schieneneinfluss auf Gewebeverhalten und Fingerstellung wird an Beispielen aus der Dupuytrenambulanz präsentiert. Eine komfortable statische Nachtschiene kann nach unserer Erfahrung die Effektivität und Nachhaltigkeit einer operativen Behandlung (Fasziotomie/Fasziektomie) nachweislich unterstützen. Aus dem pathogenetischen Verständnis einer Fingerretention in Beugeposition ist sogar eine krümmungsprophylaktische Schienenwirkung als nicht operative Primärbehandlung ableitbar – eine erste Pilotstudie aus England deutet dies an.