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50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

08.10.- 10.10.2009, Tübingen

Ergebnisse der palmaren Versorgung distaler Radiusfrakturen mit der multidirektionalen winkelstabilen Platte des Systems Königsee 2,7

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Oliver Doebler - Vivantes Klinikum Auguste Viktoria, Hand- Plastische und Ästhetische Chirurgie, Berlin, Deutschland
  • Roberto Spierer

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Tübingen, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgh44

DOI: 10.3205/09dgh44, URN: urn:nbn:de:0183-09dgh443

Published: October 5, 2009

© 2009 Doebler et al.
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Fragestellung: Die winkelstabile Plattenosteosynthese hat sich in der operativen Therapie von distalen Radiusfrakturen zum Goldstandard entwickelt. Mit den multidirektionalen Schraubensystemen ist es zu einer weiteren Verbesserung der Rekonstruktionsmöglichkeiten gekommen. Die anatomische Rekonstruktion von Frakturen ohne und mit Gelenkbeteiligung und insbesondere eine frühfunktionelle Nachbehandlung und Rehabilitation wird ermöglicht. In einer retrospektiven Studie konnten erste Ergebnisse der multidirektionalen winkelstabilen Platte des Systems Königsee 2,7 mm evaluiert werden.

Methodik: Im Zeitraum 01/2007 bis 09/2008 wurden 116 Patienten mit distaler Radiusfraktur mit einer winkelstabilen Plattenosteosynthese versorgt. Bei 26 dieser Patienten verwendeten wir das neue multidirektionale System der Firma Königsee. Das postoperative Outcome wurde aufgrund radiologischer Kontrolle und funktionell klinischen Resultaten nach den Bewertungsschemata von Gartland und Werley, dem Martini-Score, sowie aufgrund der subjektiven Schmerzbewertung einer visuellen analog Skala (VAS) bewertet

Ergebnisse: Der Altersmedian der 116 Patienten mit distaler Radiusfraktur betrug 60 Jahre (22–87). Insbesondere im 2. und 3. Quartal 2008 wurde bei 39% der Patienten das neue multidirektionale System der Firma Königsee verwendet. Die Operationsdauer lag im Median bei 46 Minuten. Die durchschnittliche stationäre Aufenthaltsdauer betrug 3 Tage. Ein frühfunktionelles Nachbehandlungsschema konnte in 85% der Fälle durchgeführt werden. Die radiologischen Verlaufskontrollen zeigten einen hochgradigen Erhalt des intraoperativen Repositionsergebnisses. Die Nachuntersuchungsbeurteilungen von Gartland und Werley zeigten insgesamt durchgehend exzellente bis gute Ergebnisse. Der Score von Martini zeigt ebenfalls sehr gute bis gute Resultate. Schlechte Resultate waren nicht zu verzeichnen. In zwei Fällen waren stätig rezidivierende Bewegungsschmerzempfindungen zu verzeichnen. Bei diesen Patienten wurde das Osteosynthesematerial entfernt. Die in der postoperativen Nachuntersuchung erhobenen Werte der VAS-Schmerzbewertung (Skalierung 0–10) zeigten durchgehend Werte von 0 bis 1,5 bei einem Maximum von 4,5 (n=2).

Schlussfolgerung: Die palmare winkelstabile Plattenosteosynthese mit dem System Königsee 2,7 ist eine kostengünstige Alternative zu anderen multidirektionalen winkelstabilen Osteosyntheseverfahren bei distalen Radiusfrakturen, die im postoperativen Outcome sehr gute bis gute Ergebnisse erzielt.