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50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

08.10.- 10.10.2009, Tübingen

Skaphoidmorphologie und klinisches Ergebnis nach Skaphoidrekonstruktionen

Meeting Abstract

  • corresponding author presenting/speaker Kai Megerle - BG Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie - Schwerbrandverletztenzentrum, Ludwigshafen, Deutschland
  • Patrick S. Harenberg
  • Günter Germann
  • Susanne Hellmich

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Tübingen, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgh19

DOI: 10.3205/09dgh19, URN: urn:nbn:de:0183-09dgh194

Published: October 5, 2009

© 2009 Megerle et al.
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Fragestellung: Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss von postoperativen Formveränderungen des Skaphoids auf das klinische Ergebnis nach Skaphoidrekonstruktionen.

Methodik: 114 Patienten (8 Frauen, 106 Männer, mittleres Alter 28 Jahre) wurden retrospektiv 44 (12 bis 93) Monate nach operativer Behandlung einer Skaphoidpseudarthrose nachuntersucht. Bei allen Patienten war nach Debridement der Pseudarthrose eine nichtvaskularisierte Knochentransplantation von Becken oder Radius sowie die Stabilisierung durch eine Kompressionsschraube erfolgt.?Zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung wurden Beweglichkeit, Grobkraft, Schmerzen in Ruhe und Belastung sowie Mayo, Krimmer und DASH scores erhoben. Zudem wurde eine Computertomographie (CT) in Längsachse des Skaphoids durchgeführt. Bei jedem Patienten wurden durch zwei voneinander unabhängige Untersucher sowohl auf den prä- als auch postoperativen CT-Bildern die lateralen Skaphoidwinkel (LISA), der dorsale kortikale Winkel (DCA) sowie das Höhen-/Längenverhältnis (H/L) des betroffenen Skaphoids in den zentralen Sagitalschicht unter standardisierten Bedingungen gemessen. Die so bestimmte Skaphoidmorphologie wurde mittels des Pearsonschen Korrelationskoeffizienten, Spearman' s rho und Mann-Whitney-U-Tests mit den den klinischen Ergebnissen korreliert.

Ergebnisse: Ein knöcherner Durchbau wurde bei 95 Patienten (83%) erreicht. Die Ergebnisse des DASH scores waren erwartungsgemäß nach erfolgreicher Skaphoidrekonstruktion hochsignifikant (p<0,001) niedriger (11 bzw. 28). Nach knöchernem Durchbau korrelierten DASH, Krimmer oder Mayo Score jedoch nicht signifikant mit den ausgemessenen radiologischen Parametern. Es zeigte sich jedoch eine gute Korrelation (p<0,009) zwischen dem H/L-Verhältnis und der Grobkraft. Diese war signifikant (p<0,03) niedriger bei Patienten mit einem H/L-Verhältnis von mehr als 0,82.

Schlussfolgerung: Die Morphologie des Skaphoids beeinflusst das klinische Ergebnis nach Skaphoidrekonstruktionen. Die derzeit verfügbaren Techniken haben jedoch nur eine eingeschränkte Reliabilität und Vorhersagekraft.