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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Sekundäres Angiosarkom der Brust nach brusterhaltender Therapie und Radiatio bei Mamma-Karzinom

Meeting Abstract

  • Peter Leonard Stollwerck - Fachklinik Hornheide, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, Münster
  • Anastasia Papadopoulou - Fachklinik Hornheide, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, Münster
  • Therese Dettenborn - Fachklinik Hornheide, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, Münster
  • Albrecht Krause-Bergmann - Fachklinik Hornheide, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, Münster

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch244

DOI: 10.3205/12dgch244, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch2445

Published: April 23, 2012

© 2012 Stollwerck et al.
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Text

Einleitung: Das Angiosarkom der Brust ist ein seltener Tumor, bei dem ein Zusammenhang zwischen Bestrahlung und Lymphödem nach Mammakarzinom angenommen wird. Häufig werden die Angiosarkome spät erkannt und behandelt.

Material und Methoden: Case Report, retrospektive Fallauswertung.

Ergebnisse: Wir berichten über eine Patientin, welche sich nach BET und Lymphadenektomie der Axilla bei Mammakarzinom (pT1c pN0 17LK G2 M0) mit dem Verdacht eines Angiosarkoms zur chirurgischen Therapie vorstellte und frühzeitig radikal operativ versorgt werden konnte. Es erfolgte eine Ablatio der rechten Brust mit späterer Defektdeckung durch Spalthauttransplantation und adjuvanter Bestrahlung. Histologisch handelte es sich um eine hochdifferenziertes Angiosarkom der Haut unter Ausbildung eines 6,5 cm großen subcutanen Herbefundes.Die Patientin verblieb seither 21 Monate rezidivfrei.

Schlussfolgerung: Eine radikale Tumorresektion gilt als Therapie der Wahl – eine R0-Resektion jedoch nur schwer zu erreichen. Die radikale chirurgische Therapie steht zwischen der initialen Bestrahlungstherapie (als mögliches auslösendes Agens) und der nachfolgenden Radiatio oder Chemotherapie. Die Gesamtprognose ist bei hoher Rezidivneigung in der Regel ungünstig.Wobei die Chemotherapie bei gutem Ansprechen eine weitere Verbesserung des Überlebens erzielen kann. Angiosarkome stellen den behandelnden Chirurgen und Onkologen vor eine Herausforderung. Die Resektionsgrenzen sind präoperativ nur schwer zu bestimmen. Ein sogenanntes Tumormapping mit representativen Probebiopsien um den Tumor kann zur Sicherung einer R0-Resektion hilfreich sein. Eine engmaschige Nachsorge der Patienten ist erforderlich.