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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Ergebnisse des CHIR-Net International Visiting Programms 2009-2010

Meeting Abstract

  • Andre Leopold Mihaljevic - Klinikum rechts der Isar, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München
  • Lena-Christin Conradi - Universitätsklinikum Göttingen, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Göttingen
  • Christoph Schuhmacher - Klinikum rechts der Isar , Chirurgische Klinik und Poliklinik, München

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch219

DOI: 10.3205/12dgch219, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch2197

Published: April 23, 2012

© 2012 Mihaljevic et al.
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Einleitung: Das CHIR-Net als BMBF gefördertes Studiennetzwerk der DGCH mit acht Standorten in Deutschland arbeitet seit 2007 erfolgreich am Aufbau einer Studieninfrakstruktur zusammen mit nicht-universitären Partnerkliniken. Zu den weiteren Aufgaben des CHIR-Net gehören Aus-und Fortbildung, Planung und Durchführung von Studien, Umsetzung von eigenen Studienideen, Entwicklung von Studienmethodik und Kooperation mit bestehenden nationalen und internationalen Studiengruppen. Für letzteres wurde das CHIR-Net International Visting Programm ins Leben gerufen, bei denen Mitarbeiter der einzelnen Standorte internationale Studienzentren besuchen, um hier Erfahrungen und Informationen zu sammelm, um diese für das CHIR-Net nutzbar zu machen.

Material und Methoden: Zwischen Mai 2009 und Oktober 2010 wurde die European Organisation for the Research and Treatment of Cancer (EORTC), das Medical Reseach Council (MRC), die Dutch Colorectal Cancer Group (DCCG), das Centre for Healthcare Randomised Trials (CHarT) in Aberdeen, sowie die Society for Clinical Trials (SRT) in den USA besucht.

Ergebnisse: Zwischen den einzelnen Studieneinrichtungen ergaben sich große Unterschiede hinsichtlich Organisation, Struktur und Finanzierung. Während die DCCG aus einem nationalen Register entstanden und vom Staat mit viel Geld unterstütz wird, verfügt die MRC Clinical Trials Unit in England aufgrund des zentralistischen Systems über mehr als 500 Study Nurses im gesamten Land. Das CHarT in Aberdeen ist ein Beispiel für ein gut strukturietes und erfolgreiches Studienzentrum, ähnlich dem deutschen Vorbild. Die EORTC bietet ein offenes, kreatives Setting für eigenen Studienideen. Die Förderung muß dabei voll von den Antragsstellern mitgebracht werden. Die SCT wiederum bietet als übergeordnete Gesellschaft eine Diskussions- und Austauschplattform für Prüfärzte, Wissenschaftler, Studienassistenspersonal, Biostatistiker und Laien. Auch die staatliche Förderung von klinischen Studien weist zwischen den einzelnen Ländern teils gravierende Unterschiede auf. Auch hier liegt Deutschland am unteren Ende der Skala.

Schlussfolgerung: Die dezentralen Strukturen in Deutschland mit den Vernetzungsmöglichkeiten über das KKS Netzwerk und das CHIR-Net machen ein Vorgehen wie in anderen Ländern nicht möglich, bieten dabei aber auch eine Reihe von Vorteilen, die es zu nutzen gilt.