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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Die Rolle von cMET mRNA Expression bei der neoadjuvanten Cetuximab-basierten Radiochemotherapie beim lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinom

Meeting Abstract

  • Peter Grimminger - Uniklinik Köln, Allgemein-, Visceral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Martin Maus - Uniklinik Köln, Allgemein-, Visceral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Daniel Vallböhmer - Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Visceral,- und Tumorchirurgie, Düsseldorf
  • Jan Brabender - St. Antonius Krankenhaus, Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Köln (Bayenthal)
  • Ralf Metzger - Uniklinik Köln, Allgemein-, Visceral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Hakan Alakus - Uniklinik Köln, Allgemein-, Visceral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Peter Danenberg - Universtiy of Southern California, Dep. of Biochemistry & Molecular Biology, Los Angeles, CA
  • Arnulf H. Hölscher - Uniklinik Köln, Allgemein-, Visceral- und Tumorchirurgie, Köln

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch117

DOI: 10.3205/12dgch117, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch1170

Published: April 23, 2012

© 2012 Grimminger et al.
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Text

Einleitung: In früheren Studien haben wir gezeigt, dass Genexpressionsprofile existieren, die die Wirkung von Cetuximab-basierter neoadjuvanter Radiochemotherapie beim Rektumkarzinom vorhersagen können. Aufgrund der interessanten aktuellen Ergebnisse über den HGF / cMET Signalweg und die Rolle von cMET, der Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF)-Rezeptor, in der Tumor Proliferation, Infiltration und Metastasierung, untersuchten wir diesen Marker bei Patienten mit Rektumkarzinom vor und nach neoadjuvanter Cetuximab-basierter Radiochemotherapie. Unser Ziel war es, Patienten anhand von cMET mRNA Expression zu identifizieren, die auf die Cetuximab-basierte neoadjuvante Radiochemotherapie ansprechen.

Material und Methoden: In diese Studie wurden 51 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Rektumkarzinom aufgenommen, die in klinischen Phase II-Studien mit einer Cetuximab-basierten Radiochemotherapie eingeschleust waren. Tumorgewebe wurde vor neoadjuvanter und während der chirurgischen Therapie gewonnen. Nach Mikrodissektion des FFPE Tumorgewebes wurde die intratumoralen mRNA Expression von cMET mit RT-PCR gemessen.

Ergebnisse: Wir konnten cMET bei allen 51 Patienten in der prätherapeutischen Tumorbiopsie (mit einer medianen mRNA Expression von 5,98) messen. Von den intraoperativen Tumobiopsien standen leider nur von 13 Patienten genug Gewebe zur mRNA Expressionsanalyse zur Verfügung. cMET mRNA Expression vor-und nach der Behandlung war durch die neoadjuvante Therapie nicht signifikant disreguliert (p = n.s.). Hohe cMET mRNA Expression in der prätherapeutischen Biopsie war jedoch signifikant mit „complete Response“ assoziiert (p <0,05). Die posttherapeutische cMET Expression zeigte keine Assoziation mit der Response auf die neoadjuvante Therapie (p = n.s.).

Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse deuten auf eine prädiktive Rolle von cMET mRNA Expression für die Response auf eine Cetuximab-basierte Radiochemotherapie bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Rektumkarzinom hin. Der autokrine/parakrine HGF-cMET Signalweg scheint mit der multimodalen Cetuximab-basierten Radiochemotherapie zu interferieren und eine wichtige Rolle für das Ansprechen der Therapie zu spielen. Die genaue Rolle von cMET ist derzeit noch unklar und erfordert weitere Studien zur Aufklärung.