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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Interdisziplinäre Notaufnahme – Interdisziplinäre Versorgung – ein Widerspruch?

Meeting Abstract

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  • Thomas Hohaus - Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Dresden
  • Felix Bonnaire - Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch832

DOI: 10.3205/11dgch832, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch8322

Published: May 20, 2011

© 2011 Hohaus et al.
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Einleitung: Notaufnahmen stehen seit geraumer Zeit im Fokus des öffentlichen Interesses – dies sowohl von Seiten der Krankenhausträger, aber auch der Fachgesellschaften und wohl auch Kostenträger. Am Städtischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt werden jährlich etwa 33.000 Behandlungen im Bereich der Zentralen Notaufnahme vorgenommen. Anhand einer Prozeßanalyse soll deren Struktur dargelegt und mit den aktuell diskutierten Modellen einer Zentralen Notaufnahme verglichen werden.

Material und Methoden: Neben einer retrospektiven Analyse des Patientengutes werden Personalstruktur und Patientenströme analysiert und erörtert.

Ergebnisse: Die Zentrale Notaufnahme des Klinikums ist als interdisziplinäre Einrichtung organisiert. Sie untersteht der organisatorischen Leitung eines Oberarztes der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie. Unfallchirurgische Patienten stellen den Hauptteil des Gesamt-Kollektives. Die fachliche Zuständigkeit obliegt jedoch den jeweiligen Fachabteilungen. Eine ständige Präsenz von Fachärzten der Inneren Medizin und Unfallchirurgie ist 24 Stunden/7 Tage/365 Tage gewährleistet. Weitere Fachärzte werden nach Ersteinschätzung konsiliarisch hinzugezogen. Dabei befindet sich das Prozessmanagement derzeit in einer Umstrukturierung, die insbesondere einer Straffung der Patientenwege bei hoher Effektivität und Sicherheit dienen soll. Es ist ein ständiger interdisziplinärer Dialog erforderlich.

Schlussfolgerung: Die vorgestellte ZNA besteht in ihrer Struktur bereits seit etwa zehn Jahren. Jedoch konnte in den letzten Jahren eine Straffung und Spezifizierung der interdisziplinären Struktur erarbeitet werden. Dies führte zur Erhöhung der Akzeptanz als eigenständiges und wesentliches Glied in der Behandlungskette der Patienten am Klinikum. Unter den hier gegebenen Voraussetzungen bewährt sich das Organisationsmodell auch weiterhin.