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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Die Near-Infrared-Spectroskopie (NIRS) im Vergleich zum wachen Patienten bei der Carotis-EEA in Lokalanästhesie

Meeting Abstract

  • Lutz Heischkel - Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin, Klinik f. Visceral- und Gefäßchirurgie, Berlin
  • Gerd Brahm - Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin, Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, Berlin
  • Adrian Freitag - Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin, Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, Berlin
  • Ulrich Adam - Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin, Klinik f. Visceral- und Gefäßchirurgie, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch671

DOI: 10.3205/11dgch671, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch6719

Published: May 20, 2011

© 2011 Heischkel et al.
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Einleitung: Mit der Near-Infrared-Spectroskopie (NIRS) ist eine Möglichkeit der nichtinvasiven Messung der cerebralen Oxygenierung intraoperativ gegeben. Kann diese Methode die Entscheidung zum Shunting gegenüber dem Monitoring des wachen Patienten erleichtern?

Material und Methoden: Im Rahmen einer Studie wurden die Protokolle von 40 Patienten, welche mit dieser Methode während der Carotisoperation in Lokalanästhesie überwacht wurden, ausgewertet. Verglichen wurden die Messergebnisse der Oxymetrie mit der motorischen Reaktion und der Vigilanz des Patienten. Insbesondere interessierten die Frühinformationen zur Hirndurchblutung während des Clamping und nach Einsetzen des Shuntes.

Zusätzlich erfolgte eine Kostenbetrachtung.

Ergebnisse: Bei allen Patienten zeigte NIRS eine adäquate Messreaktion vor, während und nach dem Clamping. Bei sechs Patienten kam es zu Messergebnissen, welche nicht mit der motorischen Reaktion des wachen Patienten korrelierten. Somit wurden unnötiges Shunting (4) ebenso wie der fatale Shuntverzicht (2) angezeigt.

Schlussfolgerung: NIRS stellt derzeit keine Hilfe bei der Entscheidung zum Shunting während einer Carotis-EEA in Lokalanästhesie dar. Weitere Verbesserungen und Vergleiche der Methode mit anderen Messverfahren der Hirndurchblutung (z. B. SEV) könnten eine zukünftige Bedeutung herausstellen.