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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Lebensqualität und Patientenzufriedenheit nach Gesichtsstraffung

Meeting Abstract

  • Michael Hodbod - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Georg Henrich - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Vesna Mirceva - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Laszlo Kovacs - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Peter Herschbach - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Hans-Günther Machens - Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Nikolaos A. Papadopulos - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch663

DOI: 10.3205/11dgch663, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch6630

Published: May 20, 2011

© 2011 Hodbod et al.
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Text

Einleitung: In unseren Vorstudien in den letzten 10 Jahren sahen wir, dass elektive Eingriffe in der plastisch-ästhetischen Chirurgie einen positiven Einfluss auf das multidimensionale Konstrukt der Lebensqualität haben. Das Ziel der gegenwärtigen Studie war es nun die Lebensqualität und Patientenzufriedenheit nach durchgeführter Gesichtsstraffungs-Operation zu evaluieren.

Material und Methoden: Es wurde ein Fragebogen erstellt, der im ersten Teil auf die demographischen Daten, das soziale Umfeld und das subjektive Operationsergebnis des Patienten eingegangen wurde. Der zweite Teil bestand aus dem FLZM, einem standardisierten Fragebogen zur Untersuchung der Lebensqualität, dem Kernstück der Studie. Durch diese individuelle Gewichtung wurde die Lebensqualität zu einer statistisch verwertbaren und vergleichbaren Größe, die mit Daten einer repräsentativen Stichprobe der Bundesrepublik Deutschland verglichen wurde. Der dritte und vierte Teil untersuchte die Psyche des Patienten. Hierfür wurde das Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI) und der Rosenberg Self Esteem Questionaire (RES) verwendet.

Ergebnisse: 39 Patienten nahmen an der Studie teil. Das Durchschnittsalter lag bei 63,3 Jahren. 61,5% der Befragten gaben dem ästhetischen Operationsergebnis (auf einer Skala von 0 bis 10) 7 oder mehr Punkte. Die Ergebnisse aller 39 befragten Patienten des allgemeinen Teils des FLZ Fragebogens ergaben Verbesserungen in den Bereichen „Einkommen/finanzielle Sicherheit“, „Beruf/Arbeit“, „Wohnsituation“ und „Partnerschaft/Sexualität“. Im FLZ Teil Gesundheit verbesserten sich „Fortbewegungsfähigkeit“ und „Unabhängigkeit von Hilfe und Pflege“. Jedoch alle ohne statistische Signifikanz. Die Ergebnisse des RES und FPI-R Fragebogens ergaben höhere Werte als die Normpopulation (RES=34,13 und FPI-R=5,79) und somit ein höheres Selbstbewusstsein und Selbsteinschätzung der Befragten.

Schlussfolgerung: Plastisch-ästhetische Chirurgie im Gesichtsbereich hat einen positiven Effekt auf die Lebensqualität der Patienten. Das subjektive Wohlbefinden der Patienten stieg nach der Face Lift Operation. Im Bezug auf die psychologischen Hintergründe konnten die Patienten postoperativ von einem im Vergleich zur Norm höheren Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen profitieren.