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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Lebensqualität, Persönlichkeitsveränderungen, Selbstwertschätzung und klinische Ergebnisse nach Brustaugmentation

Meeting Abstract

  • Anton Totis - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Georg Henrich - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Laszlo Kovacs - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Peter Herschbach - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Hans-Günther Machens - Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München
  • Nikolaos A. Papadopulos - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch648

DOI: 10.3205/11dgch648, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch6484

Published: May 20, 2011

© 2011 Totis et al.
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Text

Einleitung: In unseren Vorstudien in den letzten 10 Jahren sahen wir, dass elektive Eingriffe in der plastisch-ästhetischen Chirurgie einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität haben könnten. Das Ziel dieser Studie war es die Lebensqualität und Patientenzufriedenheit nach durchgeführter Brustaugmentation zu untersuchen.

Material und Methoden: 146 unserer Patienten haben sich bereiterklärt, nach einer, zwischen 1995 und 2009, durchgeführten Brustaugmentation, teilzunehmen. Es wurde ein Fragebogen erstellt, der in mehrere Teile aufgeschlüsselt war. Im ersten Teil wurde auf die demographischen Daten, das soziale Umfeld und das subjektive Operationsergebnis des Patienten eingegangen. Der zweite Teil bestand aus dem FLZ (Fragen zur Lebenszufriedenheit), einem standardisierten Fragebogen zur Untersuchung der Lebensqualität. Der dritte und vierte Teil untersuchte die Psyche des Patienten. Hierfür wurde das Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI) und der Rosenberg Self Esteem Questionaire (RES) verwendet.

Ergebnisse: 76% der Teilnehmerinnen genießen eine verbesserte Lebensqualität im Allgemeinen, und 71% ein verbessertes Sexualleben. 90% der wichtigsten Alltagsaktivitäten haben sich postoperativ verbessert. 74% der Befragten gaben dem ästhetischen Operationsergebnis (Skala von 0 bis 10) 8 oder mehr Punkte, 30% davon sogar 10 Punkte. Die Summenwerten des FLZM Moduls „Allgemein Teil“ im Vergleich zu den Normdaten, zeigten eine signifikante Verbesserung sowohl für das Item Partnerschaft/Sexualität (p=0,004), als auch für das „Wohnsituation“ (p<0,001). Im Rahmen des Moduls „Gesundheit“ konnte bei den Items für „Fortbewegungsfähigkeit“ (p<0,001) und „Unabhängigkeit von Hilfe/Pflege“ (p<0,001) eine signifikante Verbesserung im Vergleich zu den Normdaten festgestellt werden. Der „Self Esteem“ Mittlewert lag bei 33 (Skala von 10 bis 40), und war damit höher als 30, daß als die untere Grenze für eine hohe Selbstwertschätzung gilt.

Schlussfolgerung: Brustaugmentation hat einen positiven Effekt auf die Lebensqualität der Patienten. Das subjektive Wohlbefinden der Patienten stieg nach dem Eingriff. Im Bezug auf die psychologischen Hintergründe konnten die Patienten postoperativ von einem im Vergleich zur Norm höheren Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen profitieren.